„Es ist Zeit zu beginnen“

Arquivo BV

Alziro Zarur und Emília Ribeiro de Mello

Am 6. Januar des Jahres 1948 (Heilige Drei Könige), wurde der Samen der Legion des Guten Willens gesät – die dann auch offiziell am 1. Januar 1950 gegründet wurde. Der Journalist und Radiosprecher Alziro Zarur (1914-1979), damals einer der bekanntesten Namen im brasilianischen Radio, empfing, als er, auf Einladung von Freunden, in Rio de Janeiro in Brasilien, einer spirituellen Sitzung beiwohnte, durch die Vermittlung der geachteten Sensitiven, Frau Emília Ribeiro de Mello, eine Botschaft, die von da an sein Schicksal, und das von Millionen Menschen, die spiritueller und menschlicher Hilfe bedurften, verändern sollte: „Mein Bruder, der Heilige Franziskus von Assisi war die ganze Zeit über an deiner Seite gestanden und er lässt dir sagen, dass es nun Zeit sei, das Vereinbarte auch einzulösen.“

Tela: Antonio Carnicero Mancio (1748-1814)

Título da obra: São Francisco pregando aos pássaros.

„I Fioretti“

Zarur erzählt, dass er zu dieser Zeit im Stadtviertel von Engenho de Dentro, zusammen mit seiner Mutter, Donna Àssima, wohnte, woran er großartige Erinnerungen behalten hatte. Er fuhr damals mit der alten Straßenbahnlinie Nr. 77 – im Stile eines Bataclan. An diesem Abend also, es war bereits fast 11 Uhr, dachte er nach der Sitzung bei sich: „Mein Gott im Himmel! Ich habe dreitausend Bücher und es fehlt nur eines vom Heiligen Franz von Assisi! Wie kann das nur sein?! (...) Also gut, als ich dann zu Hause ankam waren alle schon im Bett. Ich bin in meine Bibliothek gegangen und habe Buch für Buch durchgesehen. Plötzlich habe ich einen weiß eingeschlagenen Band gesehen. Ich sagte zu mir: Was für ein Buch ist das denn? Und als ich es dann herauszog sah ich dass es ´I Fioretti´ war, von Franz von Assisi. Als ich es aber aufschlug war mein Erstaunen groß, denn da stand in meiner Schrift geschrieben: ´Alziro Zarur, 1933´. Was für ein Ding! Ich hatte dieses Buch gekauft und es wartete dort 15 Jahre lang darauf, dass ich (spirituell) gerufen wurde. Welch ein Wunder! Wie doch alles bereits geschrieben steht! (...) Um sechs Uhr in der Früh hatte ich dann das Buch zu Ende gelesen. Es waren sechs Stunden in der ich alles in mich aufsog. Als ich aber das Werk unseres Patrons zu Ende gelesen hatte, da habe ich mich auch genau an die oben genannte Abmachung erinnert. Die Abmachung war die LGW, die Religion des Neuen Gebotes als den gemeinsamen Nenner unter den Schwesterreligionen. Aus diesem Grunde habe ich meine erste Predigt mit genau dieser These beginnen lassen: es kann keinen Frieden geben für die Welt, wenn die Religionen keinen Guten Willen untereinander besitzen.“

Das Zeugnis Des Chico Anysio

Clayton Ferreira

Chico Anysio

Eine brasilianische Persönlichkeit, unter anderen, ist damals bei der bei Zarur stattgefundenen Verwandlung mit dabei gewesen. Der bekannte brasilianische Schauspieler, Humorist, Schriftsteller und Maler Chico Anysio (1931-2012). Bei einem Interview mit dem Sender Super Netzwerk des Guten Willens für Kommunikation enthüllte er: „Ich bin Teil einer auserwählten Gruppe von Personen, zu denen Alziro Zarur zum ersten Mal von der Legion des Guten Willens gesprochen hatte. Ich war Radioschauspieler beim Sender Mayrink Veiga, kurz nachdem ich vom Sender Guanabara gewechselt hatte. Unser künstlerischer Leiter war damals Zarur gewesen. An jenem Tage hatten wir eine Probe für ein Kapitel unseres Hörspiels und es war wohl so gegen halb sieben als er kam und sagte, dass er eine göttliche Botschaft empfangen habe. (...) Und niemand hat sich darüber lustig gemacht.

Divulgação

Der Schauspieler Urbano Lóes.

Alle haben gemerkt, dass es ihm sehr ernst damit gewesen ist, denn Zarur war ein sehr ernster Mensch und sehr solide (...). Und er stand unter einem hohen Druck. Er konnte die Probe nicht abhalten. Wer sie dann schließlich hielt, das war der Urbano Lóes (1917-1980). Nach der Probe sind wir alle gleich hin um zu sehen wie es ihm ginge, denn alle haben Zarur sehr gemocht. Aber wir haben alle gemerkt, dass da etwas war, das über eine medizinische Notwendigkeit hinaus ging. Es ging ein inneres Leuchten von ihm aus. (...). Und von da an hat er sich verändert. Ich war also einer der ersten, die davon gewusst haben.“

Diese Tatsachen laden uns dazu ein über die Aktion der Spiritualität in unserem Leben nachzudenken.

José de Paiva Netto ist Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter). Er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens. Er ist internationaler Referenzautor für die Verteidigung der Menschenrechte und für die Konzeptualisierung und Verteidigung der Sache der Bürgerschaft und Ökumenischer Spiritualität, die, nach seiner Auffassung, „die Grundlage der großzügigsten Werte darstellen, die aus der Seele erwachsen, der Wohnstatt der von Intuition erleuchteten Emotionen und Reflexionen, der Umgebung die all das umfasst, was den vulgären Bereich der Materie überschreitet und aus der sublimierten menschlichen Sensibilität entstammt, wie beispielsweise Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Ethik, Rechtschaffenheit, Großzügigkeit und die Brüderliche Liebe.“