Jesus hat den Schmerz besiegt

Quelle: Ein Gedanke des Guten Willens aus dem Buch “Jesus, der Schmerz und der Ursprung Seiner Autorität – Die Kraft Christi in uns“, vom November 2014. | Aktualisiert im Januar 2018.

In meinem Buch Jesus, der Schmerz und der Ursprung Seiner Autorität – Die Kraft Christi in uns, stelle ich Ihnen eine ausführliche Abhandlung über den Schmerz vor, und, ausgehend vom außergewöhnlichen Beispiel Christi, die Fähigkeit diesen zu besiegen; aber nicht zu unserem Untergang in Verzweiflung, sondern mit dem Sieg zum Ziele, angesichts der Tatsache, dass ich Sie dazu befähigt habe sich sogar des Leidens anzunehmen, und mit diesem den Mut zu beflügeln.

Von daher möchte ich heute folgende Stelle hervorheben:

Mithilfe desselben, des Schmerzes, erreichte Christus auch Seine Göttliche Autorität. Auch wandte Er sich weder von seinem Unglück ab, noch wurde Er von ihm besiegt im Allerhöchsten Opfer von Folter und Kreuzigung:

- Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst soll geschehen (Evangelium, nach Markus, 14:36).

Tela: Arkhip Ivanovich Kuindzhi (1842-1910)

Título da obra: Cristo no Jardim do Getsêmani.

Clayton Ferreira

Ricardo Mário Gonçalves

Reprodução BV

Meister Shinran

Hinsichtlich der Loslösung Christi und Seines sich Auslieferns an den Willen des Himmlischen Vaters erklärte Prof. Dr. Ricardo Mário Gonçalves, freier Dozent für Sozialgeschichte an der Universität São Paulo (USP) und buddhistischer Missionar der Wahrhaftigen Schule Reine Erde - ein japanischer Orden, der im 13. Jahrhundert von Meister Shinran (1173-1263) gegründet wurde – in einem Interview mit dem Super Netzwerk des Guten Willens für Kommunikation (Radio, TV und Internet):

- Für den Buddhismus liegt die Haupterfahrung, die der Mensch durchlaufen sollte, im Entleeren seines Ichs, in der Entäußerung. Wir haben hier nun den Basistext des Apostels Paulus vorliegen, der dieses Konzept beinhaltet. Es ist der Brief an die Philipper, 2:6 bis 8. Sich auf Jesus beziehend, sagte der Apostel Paulus folgendes: „Er war Gott gleich, aber Er dachte nicht daran, dass, wie Gott zu sein etwas wäre, an dem Er sich eifersüchtig festhalten sollte, und so  entäußerte Er sich und wurde zum Sklaven und so den Menschen gleich. Und dann, in menschlicher Form, erniedrigte Er sich noch mehr und gehorchte bis hin zu Seinem Tode, bis zum Tod am Kreuz!“ Der zentrale Begriff, um den es in dieser Bibelstelle geht, ist die Entleerung. Im griechischen Text finden wir die Variation Kenosis, das vom Verb kenou abstammt, was Leerwerden bedeutet, Entleerung, Entäußerung. Wir befinden uns also mit diesem Begriff auf einem Gebiet, das dem Christentum wie auch dem Buddhismus gemein sind. Ich würde sagen, dass in diesem Text der Apostel Paulus Jesus als ein Modell der Entäußerung präsentiert, dem wir folgen sollten (die Hervorhebung ist von mir).

Tela: DIck Van Baburen (c.1595-1624)

Título da obra: Cristo lava os pés dos apóstolos.

Vom Himmlischen Erzieher entstammt die Grundlehre, die Seine einzigartige Befindlichkeit zu Gott veranschaulicht;

- (…) Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste und der Führende soll werden wie der Dienende (Evangelium, nach Lukas, 22:26).

Dies ist die Politik Gottes, die von der Autorität des Meisters Jesus ausgeübt wird: ein wahrhaftiger Politiker ist derjenige, der dient und sich nicht bedient. Wie viele Beispiele dessen gibt es heutzutage auf der Welt?

Tela: James Tissot (1836-1902)

Destalhe da  obra: A cura de Dez Leprosos.

Wie wir gesehen haben, hat sich Jesus zum Wohle der Mitmenschen des eigenen Willens beraubt, aber er hat niemals damit aufgehört jene Doktrin zu predigen, die Er vom Himmlischen Vater mitgebracht hatte:

- Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Jesus (Lukas, 10:10 und 11)

Verstehen Sie nun?

In meinem Werk Die Mission der Siebzig und der Unsichtbare Wolf, mache ich deutlich, dass wir  – selbst wenn das Wort Jesu von der „Stadt“ nicht akzeptiert worden ist – es auf gar keinen Fall unterlassen sollen, das zu verkünden, was wir, durch den Willen des Schöpfers, zu tun gekommen sind.

Jesus bleib standhaft, bis übers „Ende“ hinaus, denn Er ist von den Toten wiederauferstanden und garantierte uns:

- Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen (Frohe Botschaft, nach Lukas, 21:19).

Tela: James Tissot (1836-1902)

Detalhe da obra: Jesus senta-se à beira-mar e prega.

Angesichts dieses blühenden Beispiels an Nächstenliebe, muss der Missionar Gottes den Schmerz als ein Instrument des Sieges vor dem Himmel verstehen, um die Kraft zu besitzen, die Erde zu reformieren. Denn letztendlich empfängt der gute Arbeiter, wenn er eins wird mit Gott, aufgrund des eigenen Verdienstes, die Erleuchtung der Autorität Christi, um die irdischen, wie auch die Spirituellen Wesen zu verwandeln.

- (…) Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. (Zweiter Brief des Paulus an die Korinther, 6:16).

José de Paiva Netto ist Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter). Er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens. Er ist internationaler Referenzautor für die Verteidigung der Menschenrechte und für die Konzeptualisierung und Verteidigung der Sache der Bürgerschaft und Ökumenischer Spiritualität, die, nach seiner Auffassung, „die Grundlage der großzügigsten Werte darstellen, die aus der Seele erwachsen, der Wohnstatt der von Intuition erleuchteten Emotionen und Reflexionen, der Umgebung die all das umfasst, was den vulgären Bereich der Materie überschreitet und aus der sublimierten menschlichen Sensibilität entstammt, wie beispielsweise Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Ethik, Rechtschaffenheit, Großzügigkeit und die Brüderliche Liebe.“