Peking+25 (2020) — Die zentrale Rolle der Frau bei der Schaffung von Frieden

Veröffentlichter Artikel in der Zeitschrift GOOD WILL Women gesendet an den Vereingte Nationen.

Der 8. März ist der Internationale Frauentag. Noch im 21. Jahrhundert sind die Frauen Opfer größter Gräueltaten, wie Vergewaltigung. Ein nicht zu rechtfertigendes Verbrechen. Eine Schande für die Menschheit.

UN photo/JC Mcliwaine

       

In der Präambel der Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), die am 16. November 1945 angenommen wurde, wird diese Realität beschrieben: „Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, müssen auch die Bollwerke des Friedens im Geist der Menschen errichtet werden.” Das gilt auch für jede andere Barbarei. Im Jahr 2003 habe ich bewusst mein Buch Reflektionen der Seele mit dieser Lehre eröffnet. Sie vermittelt deutlich unsere Arbeitsweise. Ich halte es jedoch für wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese präzise Warnung die Menschen im Allgemeinen und nicht nur das männliche Geschlecht betrifft.

Grußworte

Mein Gruß geht an die internationalen Delegationen, die Autoritäten und an alle Teilnehmer, die sich mit Entschlossenheit vom 9. bis 20. März 2020 hier in New York, USA, während der 64. Sitzung der Kommission über die Lage der Frauen treffen, die von den Vereinten Nationen (UNO) mit der Absicht organisiert wird, das zentrale Thema zu diskutieren: „Überprüfung und Bewertung der Umsetzung der Erklärung und Aktionsplattform von Peking und der Ergebnisse der 23. Sondersitzung der Generalversammlung.“

Auf diese Weise wird eine gründliche Reflexion über die aktuellen Herausforderungen gefördert, die die Erfüllung dieser entscheidenden Agenda, die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau betreffen, und wie diese Errungenschaften zum Erfolg der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen.

Es ist für die Legion des Guten Willens (LGW) immer eine große Ehre, zu solchen Debatten beizutragen und sich für dieses grundlegende Ziel einzusetzen, insbesondere in einer globalisierten kriegstreiberischen Welt.

Als wir 1995 in Peking an diesem denkwürdigen Treffen, der Vierten UN-Weltfrauenkonferenz, teilnahmen, richteten wir an die Konferenzteilnehmer eine, zuvor im Jahre 1987, in der Zeitschrift International Business and Management veröffentlichte Botschaft mit dem folgenden Titel: „Ohne China gibt es keine Welt“. Darin habe ich unter anderem geschrieben:

Der Weg der LGW ist der des Friedens. Keine Kriege mehr! Die Brutalität ist das Gesetz der Irrationalen, nicht das des Menschen, der sich für überlegen  hält. Wir treten für die Wertschätzung der Menschen ein, im Rahmen der unabdingbaren Gleichberechtigung, vor allen Dingen aber der spirituellen Gleichheit, der Gleichheit der Geschlechter, denn der Reichtum eines Landes ist sein Volk. (…)

Tela: Peter Paul Rubens

Pedro

Lassen Sie uns diese Worte des Apostels Petrus, aus seinem ersten Brief 3:11, zu eigen machen:

- Meide das Böse und tue das Gute; suche Frieden und jage ihm nach.

Dieser so sehr ersehnte legitime und notwendige Friede, das Gegenmittel zu den spirituellen, sozialen und körperlichen Problemen, wird dann erreicht werden, wenn wir keine Diskriminierung gegen Frauen und Mädchen (in Wahrheit, sind die Kinder beiderlei Geschlechts betroffen) mehr haben. Auf diese Weise können wir ihnen Selbstbestimmung und Autonomie garantieren, damit sie mit dem Muttergefühl, das im Herzen einer jeden Frau erwächst – unabhängig davon, ob sie tatsächlich Kinder zur Welt gebracht hat – denn ich rufe mit aller Kraft aus, dass alle Frauen Mütter sind – als Protagonistinnen beim Abbau der absurden Grausamkeit handeln können, die das verhärtete Innere der Menschen bevölkert.

Ana Paula Ferreira

Das Beispiel der Hypatia

Es kommt mir das Beispiel einer Pionierin der Mathematik, der Astronomie und einer Ikone der Philosophie der Antike in Erinnerung, der ich in meinem Artikel „Hypatia, Mutter der Philosophen“ meine Ehrerbietung erwiesen habe. Als Asketin und Zölibatärin hinterließ Hypatia keine Nachkommen, aber, wie ich bereits im Jahre 1987 sagte, gibt es viele hervorragende Arten Mutter zu sein. Einschließlich der, großartigen Errungenschaften zum Wohle der Menschheit das Licht der Welt zu schenken.

Reprodução BV

Hipácia

Dies war bei Hypatia der Fall. Ihre Hingabe an metaphysische Fragen gebar Kinder, die in den Gedanken die ständige Notwendigkeit verewigen, Antworten auf die immer gleichen Fragen zu suchen. In einer Zeit, in der weibliche Intellektualität nicht anerkannt wurde, sind viele Mächtige von den Thesen der Hypatia (ca. 355-415) beeinflusst worden. Ihre Vorlesungen begrenzten sich nicht nur auf Philosophie im Allgemeinen; man suchte sie auch auf, um ihre Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Problemen zu erfahren.

In einer von starker religiöser Intoleranz geprägten Umgebung begann Hypatia Unruhe zu verursachen. Die Brutalität, die angewandt wurde, ihr das Leben zu nehmen, würde die fürchterlichsten Folterknechte aller Zeiten in Erstaunen versetzen.

Da wir nicht wollen, dass sich jene schrecklichen Dinge wiederholen, die man der Philosophin aus Alexandria angetan hat, sollte man den Textauszug aus der „Aktionsplattform der Erklärung von Peking „Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen“ erwähnen, in dem geschrieben steht:

- Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte besagt, dass jeder das Recht hat, an der Regierung seines Landes mitzuwirken. Die Stärkung und Autonomie von Frauen und die Verbesserung ihrer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lage sind wesentlich, um eine transparente und verantwortungsvolle Regierung und Verwaltung sowie eine nachhaltige Entwicklung in allen Lebensbereichen zu erreichen.   

Dies stellt einen entscheidenden Schritt dazu dar, die Intoleranz auszulöschen, die verheerende Katastrophen über die Menschheit bringt.

Die Notwendigkeit zum Schutz des Zuhauses

Im Allgemeinen sind es mit Sicherheit Frauen und Mädchen (das heißt, eigentlich alle Kinder), die als allererste an den bedauernswerten Auswirkungen der planetarischen Konflikte zu leiden haben. Von daher beobachten wir die unmittelbare Gefahr, die immer noch die guten Ideale umgibt, diese im eigenen Zuhause befreit und unterstützt zu sehen.

Leilla Tonin

Die Gewalt ihnen gegenüber ist eine traurige Realität, die sich in den unterschiedlichsten Regionen der Welt findet, selbst in Ländern, die in ihrer Gesetzgebung zu deren Schutz Fortschritte erzielt haben. Es ist eine Art des Krieges im Verborgenen, der unser Zuhause, unsere Gemeinschaften, unsere Unternehmen, Städte, Länder und Religionen bedroht... Wo immer Gewalt herrscht, da zeigt sich die fürchterliche Fratze des Hasses!

Florence Nightingale (1820-1910).

Diese abscheuliche Visage lernte die tapfere, in Florenz, der damaligen Hauptstadt des Großherzogtums Toskana, im heutigen Italien geborene britische Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910) kennen. Sie kämpfte, um mit den rückständigen Konventionen ihrer Zeit hinsichtlich der Rolle der Frau in der Gesellschaft zu brechen und glaubte fest daran von Gott berufen zu sein, einer großen Sache zu dienen. Mit ihrem Verzicht erzielte sie in der viktorianischen Epoche beträchtliche Fortschritte auf dem Gebiet der Gesundheit. Im Verlauf ihres unschätzbaren Beitrags für die Pflege der englischen Soldaten während des Krimkriegs, erklärte die „Dame mit der Lampe“ in angemessener Weise in einem vom 5. Mai 1855 datierten Brief:  

- Niemand kann sich die Schrecken des Krieges auch nur vorstellen – es sind nicht die Verwundungen, das Blut, Typhus, das normale Fieber oder die Ruhr, chronische oder akute Krankheiten, die Kälte, und die Hitze, und die Not -, sondern die Vergiftung, die trunkene Brutalität, die Demoralisierung und das Durcheinander auf Seiten der Untergebenen; der Neid, die Boshaftigkeit, die Gleichgültigkeit, die egoistische Brutalität auf Seiten der Ranghöheren. (…)

Reprodução BV

Sojouner Truth 

An dieser Stelle sei auch an die Rede von Sojouner Truth (1797-1883), einer afroamerikanischen Predigerin der Pfingstbewegung und aktiven Verfechterin der Abschaffung der Sklaverei erinnert, die 1851 während der Konvention über die Rechte der Frau in Akron, Ohio, USA,  gehalten wurde und in der sie als einzige Schwarze anwesend war.

Bei dieser Veranstaltung, bei der die Stärkung der Rolle der Frau durch das Wahlrecht und das Recht auf Arbeit diskutiert wurde, prangerte sie die Unsichtbarkeit der Frauen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft an und die Tatsache, dass schwarze Frauen aufgrund ihrer Rassenzugehörigkeit aus diesen Debatten ausgeschlossen wurden. Sie erklärte mit vollem Recht:

- Die Männer dort sagen, dass Frauen Hilfe beim Einsteigen in die Kutschen brauchen, und dass man sie beim Überqueren von Straßengräben tragen sollte, und sie den besten Platz verdienen, wo immer sie auch sind. Niemand hat mir je geholfen, in eine Kutsche zu steigen oder über eine Schlammpfütze zu springen, und sie haben mir nie einen besseren Platz angeboten! Und, bin ich denn keine Frau? Sehen Sie mich an! Sehen Sie sich meine Arme an! Ich habe die Erde gepflügt und gesät und die Ernte in die Scheune eingefahren, und kein Mann konnte es besser machen. Und, bin ich denn keine Frau? Ich konnte so hart arbeiten und so viel essen wie jeder andere Mann – solange man mir die Gelegenheit dazu gab. Und auch die Peitsche habe ich ertragen! Und, bin ich denn keine Frau? Ich brachte 13 Kinder zur Welt und sah, wie die meisten von ihnen in die Sklaverei verkauft wurden, und als ich vor Schmerzen, den Schmerzen einer Mutter, weinte, hörte mich niemand außer Jesus! Und, bin ich denn keine Frau?

Oswaldo Cruz

Gleichwohl sollten wir, angesichts einer solch ernsten Situation, die hier beschrieben wurde und die im 21. Jahrhundert noch immer besteht, niemals die Maxime des berühmten brasilianischen Wissenschaftlers, Arztes, Bakteriologen, Epidemiologen und Hygienikers, Dr. Oswaldo Cruz (1872-1917), vergessen:

- Niemals aufgeben, um nicht unwürdig zu sein.

In meinen brüderlichen Vorträgen hebe ich ebenso hervor, dass wir, wenn es schwierig wird, schon damit beginnen sollen, und das besser schon gestern, denn es gibt noch viel zu tun. Und man kann sich keine einzige Unternehmung vorstellen, die auf die Lösung der irdischen Übel abzielt, ohne die effektive Mitarbeit der Frauen aller Ethnien, Glaubensrichtungen und auch solcher, die sich keinem Glauben zugehörig fühlen.

Carlos Cesar Da Silva

Beim erneuten Lesen meines Buches Jesus, der Schmerz und der Ursprung seiner Autorität, das am 8. November 2014 veröffentlicht wurde, habe ich einige bescheidene Hinweise gefunden, die ich gerne Ihnen, die mich damit ehren dies zu lesen, unterbreiten möchte. 

Die Herzen entwaffnen

Arquivo BV

André Rebouças

Zu unser aller Unglück haben die Völker es bisher versäumt, ihre Sichtweise dahingehend zu regulieren, erkennen zu können, dass die wahrhaftige Harmonie im aufgeklärten Inneren einer jeden Kreatur, mit der spirituellen Großzügigkeit und mit der Gerechtigkeit beginnt. In Übereinstimmung hiermit bestätige ich üblicherweise, und werde dies noch anderweitig kommentieren, dass so Wohlstand geschaffen wird. Die Gelassenheit, die der Himmlische Vater, die Himmlische Mutter – von allen Seiten ohne Extremismus gesehen und als der Initiator der Ökumenischen Brüderlichkeit anerkannt – zu bieten hat, ist in keinem Falle mit den frustrierten Verfahren und ineffizienten Vereinbarungen vergleichbar, die man in der ganzen Welt beobachten kann. Der brasilianische Ingenieur und Sklavenbefreier André Rebouças (1838-1898) übertrug die Trägheit ausschließlich menschlicher Perspektiven in eine Metapher:

- Der bewaffnete Friede steht zum Kriege wie die chronischen Krankheiten zu den akuten; wie ein hartnäckiges Fieber zu Typhus. All diese Krankheiten töten und löschen die Völker aus; es ist allein eine Frage der Zeit.     
                                                                                                                                                                                                                                                                     (Die Hervorhebung ist von mir.)

Nun, den Frieden unbewaffnet und von der brüderlichen Unterweisung aller Nationen ausgehend zu erleben, dies ist eine unabdingbare Maßnahme für das Überleben der Völker. Aber dazu ist es zunächst notwendig, die Herzen zu entwaffnen und den gesunden Menschenverstand zu bewahren, so wie ich dies vor der Menge dicht gedrängt stehender junger Leute aller Altersgruppen hervorgehoben habe, die mir im September 1983 in Jundiaí/SP, Brasilien zuhörten haben und wie später in einem Artikel am 30. November 1986 in der Tageszeitung Folha de S.Paulo veröffentlicht wurde. Wie ich bereits damals sagen konnte, liegt die eigentliche Gefahr nicht nur bei den Waffen, sondern auch in den Gehirnen, die diese Waffen herstellen; und die regional und weltweit die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie eingesetzt werden, die Finger, welche die Knöpfe drücken und die Auslöser betätigen.

Tela: Pompeo Batoni (1708–1787)

João Evangelista

Waffen allein bewirken noch nichts und treten auch nicht „von selbst“ in Erscheinung. Sie sind dennoch gefährlich, selbst dann, wenn sie in Bunkern gelagert werden. Sie können explodieren und rosten und so die Umwelt verschmutzen. Sie sind die Wirkung der Ursache des menschlichen Wesens, das von Gott losgelöst ist – von der Causa causarum* - welche die Liebe ist (Erster Brief des Johannes, 4:16); die von allen Seiten mit Ausgeglichenheit betrachtet wird und als inspirierend für die ökumenische Bruderschaft anerkannt ist. Dies ist der großartige Bezugspunkt für alle Religionen und der starke Wunsch aller Wesen, und dies unabhängig von ihrem Glauben oder Nichtglauben, was wir auch respektieren. Wir sind es auch, die, wenn wir uns vom Guten abgewandt haben, die wahren Atombomben, die bakteriologischen und chemischen Waffen, die Kanonen und Gewehre darstellen, solange wir den Weisungen der Brüderlichkeit, der Solidarität, der Großzügigkeit und Gerechtigkeit der erhabenen Gottheit zuwiderhandeln, die uns dazu herausfordern, noch besser zu sein und füreinander zu sorgen.

An dem Tag, an dem ein Mensch, der mit Weisheit umerzogen wurde, nicht mehr genügend Hass in sich trägt, um todbringende mentale und physische Artefakte abzufeuern, verlieren diese all ihre schreckliche Bedeutung und all ihre bösen Grundlagen der Existenz. Und werden dann auch nicht mehr hergestellt werden. 

 

Leilla Tonin
 

Es wird notwendig jene Ressentiments zu beenden, die beharrlich die menschlichen Herzen verdunkeln. Das ist die große Botschaft der Legion des Guten Willens, die von Jesus inspiriert ist, den wir als den Ökumenischen Christus verstehen, dessen Botschaft und Friedenslehre sich vorbehaltlos an alle Bewohner der Welt richtet und niemals als ein Anreiz zu Intoleranz oder Segregation gesehen werden kann: mit einer Kraft zu entwaffnen, die größer ist als Hass und Zorn, der die Waffen feuern lässt. Es ist das Werk einer breit gefächerten Erziehung in allen Bereichen des spirituell-humanen Wissens; mehr noch, es ist ein Werk der Umerziehung. Und diese mächtige transformative Energie ist die brüderliche Liebe. Ich spreche nicht von der noch aufkeimenden Liebe der Menschen - sondern von der Liebe Gottes, die wir alle benötigen, um uns von ihr zu nähren. Wir halten das mächtigste Werkzeug der Welt in unseren Händen. Und nur dieses ist in der Lage, alle Arten von Krieg zu verhindern, die zuallererst aus der Seele des lebendigen Wesens erwachsen, wenn diese erkrankt ist. (...)

 
Tela: Arnold Friberg (1913-2010)

Detalhe da obra: Esteja em Paz.

Hindernisse überwinden

Um diesen unprätentiösen Artikel abzuschließen, bediene ich mich eines Arguments, das ich bei einem meiner Vorträge vorgestellt habe und das gleichfalls für diejenigen geeignet ist, die eventuell meinen, dass es unmöglich sei, auf verantwortungsvolle Weise Frieden zu schaffen: (…) Ist dies eine Utopie? Also?! All das, was heutzutage als Fortschritt angesehen wird, ist in einer Vergangenheit, die noch gar nicht so weit zurück liegt, als Phantasie abgetan worden. (…)

Würde man wesentlich mehr in Erziehung und Bildung, in Kultur und eine Ernährung investieren, die von der höheren Spiritualität erleuchtet sind, dann hätten die Völker eine bessere Gesundheit und von daher eine bessere spirituelle, moralische, mentale und körperliche Qualifikation für Leben und Arbeit; und die Ausgaben für die Sicherheit wären geringer. „Ja, aber das würde doch viele Jahre dauern!!“ Deswegen lasst uns auch keine Zeit verlieren! Und wenn wir dies nicht tun, so können die zivilisatorischen Errungenschaften der Welt, die drohen in sich zusammenzufallen,  Platz schaffen für eine Ansteckung mit einer Desillusionierung, von der die ganze Welt betroffen sein wird. Ein solches Zusammentreffen von Umständen können wir einfach nicht zulassen.

Ein friedliches Zusammenleben

Der brüderliche Gruß, den Christus – der Friedensfürst aufgrund seiner zahllosen Beispiele für die Verständigung der Völker – an seine Apostel und Jünger weitergegeben hat, erstreckt sich, als eine wertvolle Einladung zum friedlichen Zusammenleben auf dem Planeten, unserer gemeinsamen Wohnstätte, auf ökumenische Weise über alle irdischen Wesen:

- Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!

Jesus (Lukas, 10:5)         

Der Friede ist das erhabene Gefühl, das, wenn es durch unsere Bemühungen in konkrete Aktionen umgesetzt wird, zum vollständigsten Netz des Schutzes für Frauen und Mädchen – und somit für alle Geschlechter – führen kann. Lassen Sie uns unermüdlich dafür arbeiten!

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* Causa causarum - lateinischer Ausdruck für die Ursache der Ursachen - in diesem Fall Gott.

José de Paiva Netto ist Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter). Er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens. Er ist internationaler Referenzautor für die Verteidigung der Menschenrechte und für die Konzeptualisierung und Verteidigung der Sache der Bürgerschaft und Ökumenischer Spiritualität, die, nach seiner Auffassung, „die Grundlage der großzügigsten Werte darstellen, die aus der Seele erwachsen, der Wohnstatt der von Intuition erleuchteten Emotionen und Reflexionen, der Umgebung die all das umfasst, was den vulgären Bereich der Materie überschreitet und aus der sublimierten menschlichen Sensibilität entstammt, wie beispielsweise Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Ethik, Rechtschaffenheit, Großzügigkeit und die Brüderliche Liebe.“