Die Herzen entwaffnen

Die Medien sind voller Trauer, aufgrund der Ereignisse, die an diesem 7. Januar in Frankreich stattgefunden haben. Abermillionen Seelen, zuhause und auf den Straßen, sind emotional tief bewegt! Groß sind die Bemühungen neue Wege zu finden, die in der Lage sind, all diesen Schmerz besänftigen zu können.

Jesus, der Schmerz und die Ursache Seiner Autorität

Beim erneuten Lesen meines Buches „Jesus, der Schmerz und die Ursache Seiner Autorität", das am 8. November 2014 veröffentlicht wurde, habe ich einige bescheidene Hinweise gefunden, die ich gerne Ihnen, die mich damit ehren dies zu lesen, unterbreiten möchte.

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André Rebouças

Zu unser aller Unglück haben die Völker es bisher versäumt ihre Sichtweise dahingehend zu regulieren, erkennen zu können, dass die wahrhaftige Harmonie im aufgeklärten Inneren einer jeden Kreatur, mit der spirituellen Großzügigkeit und mit der Gerechtigkeit beginnt. In Übereinstimmung hiermit bestätige ich üblicherweise, und werde dies noch anderweitig kommentieren, dass so Wohlstand geschaffen wird. Die Gelassenheit, die der Himmlische Vater – von allen Seiten ohne Extremismus gesehen und als der Initiator der Ökumenischen Brüderlichkeit anerkannt – zu bieten hat, ist in keinem Falle mit den frustrierten Verfahren und ineffizienten Vereinbarungen vergleichbar, die man in der ganzen Welt beobachten kann. Der brasilianische Ingenieur und Sklavenbefreier André Rebouças (1838-1898) übertrug die Unbeweglichkeit ausschließlich menschlicher Perspektiven in eine Metapher:

„(…) Der bewaffnete Friede steht zum Kriege wie die chronischen Krankheiten zu den akuten; wie ein hartnäckiges Fieber zu Typhus. All diese Krankheiten töten und löschen die Völker aus; es ist allein eine Frage der Zeit." Den unbewaffneten Frieden zu leben, dies beginnend mit der brüderlichen Unterweisung aller Nationen, stellt eine unaufschiebbare Maßnahme zum Überleben der Völker dar. Hierzu aber, ist es zuallererst notwendig, die Herzen zu entwaffnen und sich einen gesunden Menschenverstand zu bewahren, so wie ich dies vor den jungen Menschen jeden Alters hervorgehoben habe, die mir im September 1983, in Jundiaí/SP, zugehört haben (…).

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An dem Tag, an dem ein Individuum, das mit Weisheit umerzogen wurde, nicht mehr genügend Hass in sich trägt, um todbringende mentale und physische Artefakte abzufeuern, verlieren diese all ihre schreckliche Bedeutung und all ihre bösen Grundlagen der Existenz. Und werden dann auch nicht mehr produziert werden.

Tela: Guido Reni (1575-1642)

Lukas

Es wird notwendig jene Ressentiments zu beenden, die beharrlich die menschlichen Herzen verdunkeln: diese zu entwaffnen, mit größerer Kraft als der Hass es ist und die Wut, die Waffen abfeuert. Und diese machtvolle Energie, das ist die Liebe – aber nicht die immer noch in ihren Anfängen befindliche Liebe der Menschen –, sondern die Liebe Gottes von der wir alle uns nähren müssen. Wir halten das mächtigste Werkzeug der Welt in unseren Händen. Und nur dieses ist in der Lage, alle Arten von Krieg zunichte zu machen, die zuallererst aus der Seele des lebendigen Wesens erwachsen, wenn diese erkrankt ist. Die Völker diskutieren das Problem der Gewalt im Radio, im Fernsehen, in der Presse und im Internet und sind immer mehr darüber erstaunt, die Lösung zu ihrer Ausrottung nicht zu finden. Und dies, trotz aller brillanten Thesen. Im Allgemeinen sucht man sie in der Ferne und auf verschlungenen Wegen. Sie ist aber nicht weit entfernt; sie ist ganz nahe in uns selbst: es ist Gott!

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Alziro Zarur

„(…) Das Reich Gottes ist mitten unter euch." Jesus (Lukas, 17:21) Wir sollten immerzu wiederholen, dass der Himmlische Vater die Liebe ist! Nicht die banalisierte Liebe, sondern die Kraft, welche die Universen bewegt. Bedauernswerterweise glaubt die überwiegende Mehrheit der sogenannten Mächtigen auf Erden immer noch nicht an diese Tatsache und versucht sie vergebens zu disqualifizieren. Allerdings wird „der nächste und letzte Weltuntergang die Mentalität der Nationen und ihrer Regierenden verändern", so garantierte es Alziro Zarur (1914-1979).

Hindernisse überwinden

Zarur sagte, „in Wahrheit liebt, wer Gott liebt, auch seinen Nächsten, welcher Art Religion oder Nichtreligion er auch immer haben möge."

Reflektionen der Seele

Zum Abschluss dieses kleinen Artikels möchte ich an eine meiner Meditationen erinnern, die ich im Buch „Reflektionen der Seele" (2003) beschrieben habe: Das Herz wird geneigter dazu zuzuhören, wenn die Liebe das Fundament des Dialogs darstellt.

José de Paiva Netto ist Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter). Er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens. Er ist internationaler Referenzautor für die Verteidigung der Menschenrechte und für die Konzeptualisierung und Verteidigung der Sache der Bürgerschaft und Ökumenischer Spiritualität, die, nach seiner Auffassung, „die Grundlage der großzügigsten Werte darstellen, die aus der Seele erwachsen, der Wohnstatt der von Intuition erleuchteten Emotionen und Reflexionen, der Umgebung die all das umfasst, was den vulgären Bereich der Materie überschreitet und aus der sublimierten menschlichen Sensibilität entstammt, wie beispielsweise Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Ethik, Rechtschaffenheit, Großzügigkeit und die Brüderliche Liebe.“