Die umfassende Mission des Tempels des Guten Willens
Der Tod existiert nicht!

Alziro Zarur
Um die umfassende Mission des Tempels des Guten Willens (TGW), des spirituellen Hauptsitzes der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, wirklich zu verstehen, wie sie von seinem unvergessenen Gründer Alziro Zarur (1914-1979) verkündet wurde, muss man zunächst das Gedicht des Göttlichen Gottes kennen. Seine wichtigsten Strophen – dieselben, die in Bronzebuchstaben auf einer markanten Wand des Großen Saals des Tempels der Göttlichen Ökumene in Brasília/DF, Brasilien, angebracht sind – geben wir im Folgenden wieder:

Detailansicht des Großen Saals des Tempels des Guten Willens (TGW) in Brasília/DF, Brasilien, wo Paiva Netto einen Auszug aus dem „Gedicht des Göttlichen Gottes” von Alziro Zarur (1914-1979) in Bronzebuchstaben anbringen ließ.
Gedicht des Göttlichen Gottes
(Alziro Zarur)
Der Gott, der reine Vollkommenheit ist,
und den ich nun in ehrlichen Versen zu preisen versuche,
denn ich habe Ihn nie gesehen, so wenig wie ich
Den Wind oder die Elektrizität gesehen habe.
Doch dieser Gott, der mein ewiger Lebensatem ist,
Gott der Liebe, der Gerechtigkeit und der Güte,
Ihn, den ich nicht sehe, spüre ich wirklich,
Wie die Elektrizität, wie den Wind.
Ich spüre Ihn in der reinigenden Sehnsucht,
In der erneuernden Offenbarung
In allem Schönen, Reinen und Liebevollen.
Mit Ihm spreche ich in eindringlichen Gebeten,
Umhüllt von unbeschreiblichen Schwingungen,
Die mir Momente der Vollkommenheit schenken.
Denn ich glaube an diesen makellosen Gott,
Der die so unvollkommene Menschheit behütet:
Ein Gott mit einer Vollkommenheit,
die für den fehlbaren Menschenverstand unerreichbar bleibt.
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Güte – die die Sünden nicht verzehrt –
Des Göttlichen Geistes gegenüber Seinen Kindern:
Gott steigt immer zu Seinem Sohn, dem Menschen, herab,
Wenn der Mensch zu seinem Vater, der Gott ist, aufsteigt!
Denn ich glaube an diesen makellosen Gott,
Der die so unvollkommene Menschheit behütet:
Ein Gott mit einer Vollkommenheit,
die für den fehlbaren Menschenverstand unerreichbar bleibt.
Ja: „Gott steigt immer zu Seinem Sohn, dem Menschen, herab,/ Wenn der Mensch zu seinem Vater, der Gott ist, aufsteigt”.
Das ist die zentrale Botschaft, die die Göttliche Religion mit dem TGW, dem Tempel des Guten Willens, allen spirituellen und menschlichen Geschöpfen verkündet, ohne Unterschied des Glaubens, des Unglaubens, der Ideologie, der politischen Richtung oder der ethnischen Zugehörigkeit. Es ist ein Werk von kosmischer Tragweite, das keine Hindernisse kennt, damit das Kind zum Himmlischen Vater aufsteigen kann, Der immer bereit ist, in die Herzen Seiner Geschöpfe hinabzusteigen. Wie ich oft betone: Die Regierung der Erde beginnt im Himmel.

Der Ökumenismus des TGW durchdringt die Materielle und die Spirituelle Welt
Man könnte meinen, dieser Aspekt der grenzenlosen Tätigkeit des TGW beschränke sich darauf, über den anerkannten Bereich der Religion hinauszugehen und seinen altruistischen Einfluss auf alle Bereiche des spirituell-menschlichen Wissens auszudehnen, wie Alziro Zarur 1973 ausdrückte: „Religion, Wissenschaft, Philosophie und Politik sind vier Aspekte derselben Wahrheit, die Gott ist.“

Damit bekräftigte er erneut den uneingeschränkten Ökumenismus*1, der sich nicht auf zwei oder drei vorherrschende Religionen beschränkt, die selbstverständlich unseren uneingeschränkten Respekt verdienen, sondern alle Glaubensrichtungen und darüber hinaus auch andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens miteinander vereint.
Die Mission des Tempels der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes folgt dem von Zarur selbst entworfenen Programm, das er Totalen Ökumenismus nannte: die Vereinigung der Himmlischen und der irdischen Gesellschaft. Sie reicht jedoch noch weit darüber hinaus – bis in das Reich des Unsichtbaren. Sie offenbart uns den Plan der Geister, nicht als etwas Abstraktes, sondern als konkrete Realität, deren Anerkennung zu einer tiefgreifenden Erneuerung der irdischen Menschheit führen wird. Denn die Menschen auf der Erde können viel von jenen lernen, die in der sogenannten Welt der „Toten“ leben, die aber in Wahrheit keineswegs tot sind. Dabei muss nachdrücklich betont werden: Der Totale Ökumenismus, wie ihn die Religion des Dritten Jahrtausends lehrt, beruht auf einer bewussten, praktischen und realisierenden Verbindung der irdischen Wesen mit den Wesen der (noch) unsichtbaren Welt der höchsten Hierarchie und nicht mit den rückständigen Geistern, die unsere Gebete benötigen.

Wir stehen also vor einer universellen ökumenischen Kultur, die keine dauerhafte Trennung zwischen der materiellen und der spirituellen Dimension anerkennt, da beide die Schöpfung eines einzigen Gottes sind.
Kurz gesagt: Der uneingeschränkte Ökumenismus bedeutet das umfassendste Verständnis zwischen allen Geschöpfen der Erde: den religiösen, atheistischen, politischen, philosophischen, wissenschaftlichen, künstlerischen, sportlichen und vielen anderen Geschöpfen. Und der Totale Ökumenismus geht noch einen Schritt weiter: Er umfasst die brüderliche und schwesterliche Umarmung zwischen den Bewohnern der Erde und den Bewohnern der Spirituellen Welt.
Jesus lehrt in Seinem Heiligen Evangelium nach Markus 12:27: „Gott ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten. Weil ihr das nicht glaubt, irrt ihr sehr.“
Darin liegt die Wurzel allen menschlichen Unglücks: zu glauben, dass der Tod das Ende von allem sei, obwohl er keineswegs das Ende von irgendetwas bedeutet. Wie Zarur sagte und wir es unermüdlich wiederholen: „Es gibt keinen Tod an irgendeinem Punkt im Universum.“
Der Apostel Paulus bezeugt die Realität der Bewohner der Spirituellen Ebene, die keine bloße Abstraktion ist: „Es gibt himmlische Körper und irdische Körper, aber die Herrlichkeit der himmlischen ist eine andere als die der irdischen“ (Erster Brief an die Korinther, 15:40).
Der Tempel des Göttlichen Ökumenismus reißt nicht nur die schändlichen Mauern nieder, die noch immer zwischen den begrenzten irdischen Wesen bestehen, sondern auch jene, die sie von der Herrlichkeit der Spirituellen Ebene trennen. Der Tempel des Friedens öffnet seine Tore für alle, die den Mut haben, über die Grenzen des rein Menschlichen hinauszuschauen, wie es Papst Johannes Paul II. (1920-2005) am 2. November 1983 in seiner Ansprache an die im Vatikan versammelten Gläubigen tat. In bewegenden Worten erinnerte Seine Heiligkeit daran, dass der Dialog mit den Toten nicht abreißen darf: „Wir sind dazu aufgerufen, mit den Toten im Innersten unseres Herzens jenen Dialog wieder aufzunehmen, den der Tod nicht unterbrechen darf. (...) Auf der Grundlage des offenbarenden Wortes Christi, des Erlösers, sind wir uns der Unsterblichkeit der Seele sicher. In Wirklichkeit endet das Leben nicht am Horizont dieser Welt (...).“ (Die Hervorhebungen stammen von mir.)
Seit Langem schon, vertrete ich die Überzeugung, dass sich die materielle Welt ohne die sichtbare Mitwirkung der Spirituellen Welt nicht weiterentwickeln wird. Das ist eine der großen Lehren, die die Völker im Laufe des Dritten Jahrtausends lernen werden.
Wie man gut regiert
Deshalb hat die Göttliche Religion niemand Geringeren als Jesus, den Allerhöchsten Lenker des Planeten Erde, zum Vorbild und Horizont ihres Handelns. Er ist es, der nicht nur die irdische, materielle und sichtbare Gesellschaft regiert, sondern auch die himmlische, spirituelle und noch unsichtbare. Deshalb hat Christus selbst den unvergessenen Bruder Zarur dazu inspiriert, die Vereinigung der beiden Menschheiten, der himmlischen und der irdischen, als den Weg zur Lösung aller Probleme zu verkünden, die die Völker bedrängen. Denn es genügt nicht, wenn Regierende die Massen so führen, als bestünden Frauen und Männer nur aus Fleisch, Blut und Knochen. Das ist nur die Hülle. Das Schicksal des spirituellen Wesens hingegen ist nicht vergänglich wie das seines Körpers. Wir sind in erster Linie Geist, geschaffen nach dem Bild und Gleichnis Gottes, der Ewiger Geist ist.

Jesus lehrte die Samariterin am Jakobsbrunnen (wie im Evangelium nach Johannes, 4:24 berichtet), dass Gott genau das ist: Geist! Darum soll Er auch im Geist und in der Wahrheit angebetet werden. Deshalb predigte Zarur mit der ihm eigenen Kühnheit und dem hohen Urteilsvermögen, das ihn stets auszeichnete, das „das große Geheimnis, das für die vollkommene Regierung der Völker offenbart werden muss, die Vereinigung der Menschheit von Oben mit der Menschheit von Unten”.
Es gibt daher keinen Staatsmann, der in dieser Welt als überlegen angesehen werden kann, wenn er dies nicht verstanden hat. So bedeutend er auch sein oder erscheinen mag, wenn er die Universellen Gesetze nicht kennt, die das ewige Schicksal derer bestimmen, die seiner Führung anvertraut sind, hat er noch nicht einmal die Vorschulstufe der wahren Politik, der Politik Gottes, erreicht. Diese wird von der PGW gepredigt, die eigens entstanden ist, um den spirituellen Bedürfnissen der Völker zu dienen. Denn der Auftrag Jesu, des Ökumenischen Christus, des Göttlichen Staatsmannes, lautet: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen“ (Evangelium nach Matthäus, 6:33).
Nun tun die Menschen im Bereich der Politik aber genau das Gegenteil. Die Folgen dieser Umkehrung liegen für jeden, der bereit ist, sie zu sehen, überall auf der Welt offen zutage. Die Politiker haben den Politischen Jesus bisher noch nicht erkannt. Doch wenn sie ihn eines Tages erkennen, sollten sie sich davor hüten, mit Ihm zu spielen.
Eine umfassende Aktion
In diesen letzten Tagen eines äußerst schwerwiegenden apokalyptischen Zyklus, der den Weg in eine neue Ära der Menschheit weist, einer Menschheit, die müde geworden ist von fruchtlosem Sektierertum, das die Seelen gefangen hält, obwohl sie Gott als frei geschaffen hat, beschränkt sich die Aktion des Tempels des Guten Willens nicht auf den eingeschränkten Bereich der menschlichen Geschöpfe. Denn solange der Blick des Menschen begrenzt bleibt, kann auch jede Handlung, die aus seinem eingeschränkten Wissen hervorgeht, nur begrenzt sein. Darum die Mahnung Jesu in Seinem Evangelium nach Matthäus, 6:22 und 23:
Das Licht und die Finsternis
„22 Die Augen sind das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Körper licht sein;
„23 wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“
Die Weltrevolution der Geister des Lichts
Die Weltrevolution der Geister des Lichts, die zur Vierten Offenbarung*2 gehört, der Revolution der durch die Evangelium-Apokalypse Christi göttlich erleuchteten Augen, ist also bereits im Gange. Sie wurde vom Verkünder der Göttlichen Religion im Dezember 1953 so mutig angekündigt: „Übrigens weiß man heute bereits, dass jene Handvoll Massenagitatoren, welche die Französische Revolution ausgelöst haben, in Brasilien wiedergeboren werden, um eine andere, sicherlich edlere und humanere Revolution zu fördern: die Weltrevolution der Geister. Und es besteht kein Zweifel: Sie werden ihr Werk in Brasilien, dem Herzen der Welt und der Heimat des Evangeliums, vollenden, denn diese Revolution wird erst am Ende dieses apokalyptischen Zyklus abgeschlossen sein.“
Prüft zuerst, ob sie von Gott sind
Wenn man vom Geist spricht, reagieren manche Menschen, die noch immer bestimmte Bereiche der verschiedenen Glaubensrichtungen der Welt kurzzeitig verdunkeln, erschrocken: „Geist! Das ist ein Werk des Satans! Vade retro!“
Wie ließe sich dann das Entstehen der Religionen erklären, wenn sie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, doch gerade aus spirituellen Offenbarungen hervorgegangen sind?!

Kardinal Bona
Im 17. Jahrhundert äußerte sich Kardinal Bona (1609-1674), bekannt als der Fénelon Italiens, sehr treffend wie folgt: „Es ist verwunderlich, dass es Menschen mit gesundem Verstand gibt, die es gewagt haben, die Erscheinungen und Kommunikationen der Seelen mit den Lebenden völlig zu leugnen oder sie der Verirrung der Fantasie oder sogar den Listigkeiten der Dämonen zuzuschreiben.“
Geister existieren und sie werden immer existieren. Was sind wir anderes als Geister in Fleischgewand?! Unsere Aufgabe ist es, zu erkennen, ob die Spirituelle Wesenheit entwickelt oder noch rückständig ist. Darum mahnt uns der Apostel Johannes in seinem Ersten Brief, 4:1: „Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft, ob sie von Gott sind, denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. (...).“
Ein Tempel, offen für Erdbewohner, Außerirdische und Geister
Ich habe schon oft erklärt, dass der Tempel des Guten Willens, die Pyramide der Gesegneten Seelen, die Pyramide der Leuchtenden Geister, auch Tempel des Göttlichen Ökumenismus genannt, entstanden ist, um eine besondere Mission in der Welt zu erfüllen. Er beherbergt den Weltrat des Guten Willens, dessen hohe Ziele mit der Gründung des Weltparlaments der Ökumenischen Bruderschaft, des ParlaMundi der LGW, Gestalt angenommen hat.
Seit Jesu Weihnachten 1994 stehen seine Tore weit offen für alle Menschen guten Willens. Das ParlaMundi strebt die universelle Vereinigung allen spirituellen und menschlichen Wissens an, um eine kraftvolle, wohltätige Energiequelle im Dienste der Menschen auf der Erde, von anderen Himmelskörpern und aus der unsichtbaren Spirituellen Welt zu sein.
Zwietracht, Radikalismus und jede Form von Feindseligkeiten müssen aus den religiösen, philosophischen, politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, sportlichen und sonstigen Debatten und Initiativen ferngehalten werden. Denn der Mensch wird auf die Erde geboren, um in einer Solidarischen, Altruistischen und Ökumenischen Gesellschaft zu leben.
Das Ziel des Weltparlaments der Ökumenischen Bruderschaft ist es, das Wissen der physischen Welten mit dem unermesslich umfangreichen Wissen der Dimension des Ewigen Geistes zu verbinden; die irdischen Geschöpfe mit den Zivilisationen zu vereinen, die in der Spirituellen Welt existieren und für unsere begrenzten fünf materiellen Sinne noch unsichtbar sind.
Das Menschliche und das Schöne im Sinne des Menschen; das Schöne und das Menschliche im Sinne Gottes!
Wenn ich vom Menschen spreche, tue ich dies im brüderlichen Geist des Unbegrenzten und des Totalen Ökumenismus, der alle als Kinder Gottes betrachtet, auch jene, die auf anderen materiellen Welten leben. Nicht alles, was menschlich ist (das heißt intelligentes Leben, so wie wir es kennen), muss zwangsläufig dem irdischen Menschen ähneln. Wer kann schon beweisen, dass wir die schönste Form der Universellen Schöpfung sind? An dem Tag, an dem wir aufgrund unserer eigenen Verdienste die persönliche Vision Gottes empfangen, werden wir in der Lage sein, den wahren Maßstab von Schönheit zu beurteilen.
Der bedeutende Ruf des Göttlichen Ökumenismus des TGW lautet: Der Tod existiert nicht, die Toten sterben nicht und wir sind nicht die einzigen Privilegierten der Göttlichen Schöpfung. Das gesamte Universum ist lebendig und dazu berufen, sich miteinander zu verbinden, denn Gott ist dies und nur dies: Liebe! Hinter dem traurigen Skeptizismus in dieser Hinsicht verbirgt sich eine enorme Feigheit, sich der einzigen unausweichlichen Tatsache in diesem Leben zu stellen: Eines Tages werden wir alle unseren physischen Körper verlassen.

Nicht ohne Grund hinterließ uns Alziro Zarur in Form folgender Verse die entscheidende Erkenntnis über die Unsterblichkeit:
Gedicht des Unsterblichen
Der 2. November ist in Wahrheit ein Tag,
Reich an Lehren für alle, die sehen können:
Die größte Illusion ist die Realität,
Wie schon der großartige Paul Gibier uns lehrte.
Die Lebenden (Pseudolebenden) bringen Blumen
Und Tränen zu den Toten (Pseudototen);
Und die Toten sind bewegt angesichts der Schmerzen
Der Lebenden, die auf verschlungenen Pfaden wandeln.
Echte Verstorbene, in Unkenntnis
Dieser spirituellen, großartigen Themen,
Scheinen noch in ihrer Kindheit zu verharren,
Und ehren die falschen Toten.
Man muss nicht besonders klug sein,
Um zu spüren, dass das Leben seine Häfen hat:
Eines Tages sprach Christus zu einem guten Jungen:
„Lasst die Toten ihre Toten begraben..“
Liebe Freunde, bitte glaubt nicht,
der Tod sei das Ende allen Lebens;
Das Leben geht weiter, nicht gebunden
An die Kreise der himmlischen Bahnen.
Die Toten ruhen nicht dort, gefangen
In den Gräbern, die ihr vor euch seht:
Die Verstorbenen, sie sind jetzt die Lebenden;
Und die wirklich Verstorben sind eher wir selbst.
Den menschlichen Geist an die Spirituelle Realität gewöhnen
Im Leitartikel der Zeitschrift LGW, Ausgabe Nr. 8 vom April 1990, habe ich erklärt, dass wir daran arbeiten, unseren Geist bewusst an diese Realität zu gewöhnen, nicht zufällig oder flüchtig. Für viele ist diese Wirklichkeit bereits eine vollendete Tatsache. Auf diese Weise können sich alle mit einer neuen, spirituellen und menschlichen Sprache vertraut machen, die die Religion des Dritten Jahrtausends mit sich bringt, eine Sprache, die den Geist aus der Unwissenheit über sein wahres Schicksal befreit, nicht als etwas Abstraktes, sondern als etwas völlig Reales und Lebendiges. Der Tempel des Guten Willens in Brasília beispielsweise ist daher nicht nur ein Ort für die menschlichen, greifbaren und materiellen Wesen, die ihn täglich in großer Zahl besuchen, sondern auch für die spirituellen Wesen. Diese kommen in noch größerer Zahl, um sich zu stärken und ihren Brüdern und Schwestern, den irdischen Wesen, zur Seite zu stehen. Sie sind heute das, was wir morgen sein werden. Wir sind vor allem Geist. Der materielle Teil unserer irdischen Existenz ist nur eine Zwischenzeit, denn selbst wenn wir uns im körperlichen Leben befinden, sind wir doch spirituelle Wesen. Der Körper ist für den Geist, was die Kleidung für den Körper ist. Deshalb müssen die Regierungen ihre Völker zwar physisch gut versorgen, ohne jedoch zu vergessen, dass sie, wenn sie aus Materie bestehen, auch einen Geist besitzen, der untrennbar mit ihnen verbunden ist: Der Körper ohne den Geist ist einfach nur eine Leiche.
Diplomatische Beziehungen zwischen den Beiden Menschheiten
In diesem Leitartikel schlugen wir auch vor, diplomatische Beziehungen zwischen den beiden Welten aufzunehmen. Und es ist uns egal, wenn uns jemand für verrückt hält, denn verrückt sind diejenigen, die nicht einmal zugeben wollen, dass es mehr gibt als diese Welt. Und so kommen wir zu folgendem Schluss: Die Erde ist weder der Mittelpunkt des Universums, noch ist der physische Körper unser endgültiges Ziel.
Beide Welten durchdringen
In dem Bewusstsein, dass die Existenz der Spirituellen Ebene eine objektiv reale Dimension des Lebens ist, verfolgen wir mit der Arbeit des Tempels des Göttlichen Ökumenismus und dem Weltparlament der Ökumenischen Bruderschaft (ParlaMundi der LGW) ein wichtiges Ziel. Wir wollen, dass sich beide Dimensionen gegenseitig durchdringen, die materiell-religiöse Welt mit der Spirituell-religiösen Welt, die materiell-politische Welt mit der Spirituell-politischen Welt, die materiell-wirtschaftliche Welt mit der Spirituell-wirtschaftlichen Welt, die materiell-wissenschaftliche Welt mit der Spirituell-wissenschaftlichen Welt, die materiell-philosophische Welt mit der Spirituell-philosophischen Welt, die materiell-künstlerische Welt mit der Spirituell-künstlerischen Welt, die materiell-sportliche Welt mit der Spirituell-sportlichen Welt und so fort.

Der Ökumenische Komplex des Guten Willens: von links nach rechts, das Weltparlament der Ökumenischen Bruderschaft (das ParlaMundi der LGW), der Verwaltungssitz und der Tempel des Guten Willens, in Brasília/DF, Brasilien, im Quadra 915 Sul.
Die bewusste Vereinigung der beiden Menschheiten
Ich möchte betonen, dass diese Verbindung, die wir zwischen der Sichtbaren und der Unsichtbaren Ebene vorschlagen, bewusst mit der Höheren Spirituellen Welt hergestellt werden muss, nicht jedoch mit den Schwellenregionen, den Höllenregionen, in denen die Seelen in einem Zustand tiefster Verwirrung verweilen und die dringende und notwendige Läuterung durch das Göttliche Gesetz erfahren, weshalb sie nicht in der Lage sind, den Bewohnern der Erde zu helfen. (...).
Die Spirituelle Welt ist keine Abstraktion
Was würde geschehen, wenn ein Parlamentarier wirklich begreifen würde, dass das Leben nach dem Tod des physischen Körpers weitergeht? Und mehr noch, wenn er erkennen würde, dass es in der Spirituellen Dimension Politiker gibt, die ihn zu großen Entscheidungen inspirieren könnten, ohne seinen freien Willen einzuschränken, denn diese Beziehung ist eine bewusste und freiwillige. Dasselbe gilt für Geistliche, Philosophen, Wissenschaftler, Ökonomen, Künstler, Sportler, Arbeiter, Hausfrauen und Hausmänner, Lehrerinnen und Lehrer, Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Feuerwehrleute, Fahrer, Taxifahrer, Straßenkehrer und viele andere.
Die Spirituelle Welt ist keine Abstraktion. Es gibt intelligentes Leben hier wie dort, und ebenso wie hier, leben auch dort Geister in verschiedenen Entwicklungsstadien. Nicht alle sind Lichtwesen. Die Gegenwart der höheren Geister die als Schutzengel den anderen beistehen, hängt von unseren guten Gedanken und rechtem Handeln ab. Deshalb ist es unerlässlich, um nicht in Versuchung zu geraten, wachsam zu bleiben und zu beten, wie Jesus es uns lehrte (Evangelium nach Markus, 14:38).
Im Tempel des Guten Willens (TGW), dem Spirituellen Hauptsitz der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, werden diese ihre Gebete nicht in blindem Glauben sprechen, sondern aus tiefer Überzeugung. Sie wissen, dass das Gebet sie vorbereitet und es sie in Einklang mit der Unsichtbaren Regierung der Erde bringt, damit sie in jedem dieser Bereiche des spirituellen und menschlichen Lebens besser handeln und die Welt nach dem Souveränen Willen Gottes gestalten können, der Gott, der alles lenkt. Gott, der Allmächtig, Allwissend, Allgegenwärtig und Alllenkend ist.
Darum kommen sie zum Tempel des Guten Willens und zum Weltparlament der Ökumenischen Bruderschaft, dem ParlaMundi der LGW, um durch die Kraft des Geistes ihre Talente zu entfalten. Denn schließlich sind wir alle das Kapital Gottes, ein göttliches Gut, das unter Berücksichtigung der Himmlischen Weisheit geschätzt werden muss.
Wir sind alle sensitiv

Allan Kardec
Die Beziehung zwischen der Spirituellen Welt und der Materiellen Welt ist eine unausweichliche Wirklichkeit, wie wir bereits dargelegt haben. Dazu schrieb Allan Kardec in Das Buch der Geister, 2. Teil, Kapitel 9, Fragen 459, 464, 467 und 468:
„459. Beeinflussen die Geister unsere Gedanken und Handlungen?
„– Viel mehr, als ihr es euch vorstellen könnt. Sie beeinflussen sie so sehr, dass sie euch oft lenken.
„464. Wie können wir unterscheiden, ob eine Eingebung von einem guten oder einem bösen Geist stammt?
„– Prüft den Fall sorgfältig. Gute Die guten Geister geben nur gute Ratschläge. Es ist eure Aufgabe, dies zu unterscheiden.
„467. Kann sich der Mensch dem Einfluss der Geister entziehen, die ihn zum Bösen verleiten wollen?
„Ja, denn solche Geister heften sich nur an diejenigen, die sie durch ihre Wünsche anziehen oder durch ihre Gedanken anlocken.
„468. Geben die Geister, deren Einfluss vom Willen des Menschen zurückgewiesen wird, ihre Versuche auf?
„– Was sollen sie denn sonst tun? Wenn sie nichts erreichen, ziehen sie sich zurück. Doch sie warten geduldig auf eine Gelegenheit, wie eine Katze, die auf eine Maus lauert.“
In Wirklichkeit sind Politiker, Philosophen, Geistliche, Wissenschaftler, Künstler, Sportler usw. alle sensitiv. Aber wenn wir keine evangelisierte und apokalyptisierte Sensitive sind, nicht erleuchtet durch die Erfahrung des Neuen Gebots Christi, das die Liebe ist, laufen wir Gefahr, zu Werkzeugen des Bösen zu werden, wie es in der heutigen Welt leider so oft geschieht.
Jesus, der Ökumenische Christus, der Göttliche Staatsmann, sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Nur so könnt ihr als meine Jünger erkannt werden, wenn ihr dieselbe Liebe füreinander habt. (...) Es gibt keine größere Liebe, als sein Leben für seine Freunde zu geben. (...) Denn wie der Vater mich liebt, so liebe auch ich euch. Bleibt in meiner Liebe“ (Evangelium nach Johannes, 13:34 und 35; und 15:13 und 9).
(...)
Eine weitere Lektion des TGW
Eine der großen Lehren, die der Tempel des Guten Willens vermittelt, lautet: Wenn es (wie es tatsächlich der Fall ist) eine unverbrüchliche Verbindung zwischen der Menschheit Oben (Himmel) und Unten (Erde) gibt und wenn der Einfluss der Unsichtbaren Welt auf die sichtbare Welt somit unvermeidlich ist, dann möge dieser Einfluss zum Guten geschehen. Denn der Kontakt, der hergestellt wird, ist noch allzu oft jener mit bösartigen, rückständigen und wahrhaft teuflischen Geistwesen. Und diese Interaktion geschieht leider bei den meisten Menschen unbewusst und ist daher fast immer schädlich, mit nicht selten verheerenden Folgen. Dies alles ist die Folge unserer hartnäckigen Unwissenheit in Bezug auf spirituelle Dinge.

Aber Jesus hat uns nicht ohne die nötige Aufklärung zurückgelassen, er selbst mahnte uns: „Gott ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten. Weil ihr das nicht glaubt, irrt ihr sehr“ (Evangelium nach Markus, 12:27).
Lasst uns also – in vollem Bewusstsein – daran arbeiten, diese Situation zu verändern. Lasst uns in Harmonie mit den Wesen des Guten leben.
Das ist der Wunsch der Höheren Geister, der Schutzengel, der Spirituellen Freunde, auch bekannt als Gesegnete Seelen, Leitgeister, Orixás, Schutzgötter ...
Nehmen wir also ihre Ratschläge klar und deutlich an, da sie ja existieren, und befreien wir uns von den listigen Handlungen der niederen Astralwesen.
Auch wenn sie noch in den Kinderschuhen steckt, besitzt jeder Mensch eine natürliche Medialität, eine Empfänglichkeit für Einflüsse aus der Spirituellen Welt, die jedoch meistens von den Genies der Spirituellen Welt ausgenutzt wird, von Wesen, die man mit Recht als Dämonen bezeichnen kann, jenem „die durch die Welt gehen, um Seelen zu verlieren”, wie im Gebet an den Heiligen Erzengel Michael geschrieben steht, das von Papst Leo XIII. (1810-1903) verfasst wurde:
Gebet an den Heiligen Erzengel Michael
Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns in diesem Kampf;
sei uns eine Hilfe
gegen die Bosheit und die Fallstricke des Bösen.
Wir bitten dich inständig und demütig,
dass Gott über ihn herrschen möge.
Und du, Fürst der Himmlischen Heerscharen,
verbanne mit dieser Göttlichen Macht
Satan und die anderen bösen Geister,
die durch die Welt streifen,
um die Seelen zu verderben,
in die Hölle.
Amen.
(Hervorhebung von mir.)
Es ist jedoch gewiss, dass das Reich dieser Wesenheiten seinem Ende entgegengeht. Satan ist verzweifelt, weil er weiß, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt, wie wir in der Offenbarung Jesu, 12:12, lesen können: „Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Wehe aber der Erde und dem Meer! Denn der Satan ist zu euch hinabgestiegen, voll großer Wut, da er weiß, dass er nur noch wenig Zeit hat.“
Darum werden diese Geister der Finsternis alle Mittel und Wege nutzen, um Schaden anzurichten und den Sieg Christi auf Erden zu verzögern – in der Politik, in der Wirtschaft, in der Religion, in der Philosophie, in der Wissenschaft, in der Kunst, im Sport usw. Sie wollen weder ihr Reich noch ihre ihnen unterworfenen menschlichen Verbündeten auf der Erde verlieren, durch die sie ihre Herrschaft der Unwissenheit über die Nationen aufrechterhalten.
Darum ist es dringend notwendig, diese unsichtbaren Heuchler*3 zu entlarven.
Es ist notwendig, die Mediummenschheit zu evangelisieren und zu apokalyptisieren
Die gesamte Menschheit besitzt mediale Fähigkeiten und das Ergebnis ihrer ungeordneten spirituellen Talente zeigt sich überall in der Welt. Darum spreche ich unermüdlich von der Notwendigkeit, den irdischen und spirituellen Wesen über das Super-Netzwerk der Guten Willens für Kommunikation (Radio, Fernsehen, Internet und Publikationen) und mit allen möglichen Mitteln das Evangelium und die Offenbarung Jesu zu verkünden, aber stets im Geist und in der Wahrheit, im Lichte des Neuen Gebots Christi – „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Nur so könnt ihr als meine Jünger erkannt werden. (...) Es gibt keine größere Liebe, als sein Leben für seine Freunde zu geben” (Evangelium nach Johannes, 13:34 und 35; und 15:13).
In der Proklamation des Universellen Spirituellen Zentrums verkündet von Bruder Alziro Zarur am 5. Oktober 1969 finden wir ein bemerkenswertes Zeugnis der Lehre der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes über die Evangelisierung und Apokalyptisierung im Dienst der Einheit der Völker, Lehre, die allen Menschen bekannt sein sollte. Der unvergessene Verkünder der Religion der Universellen Liebe versicherte damals: „Es gibt einen Göttlichen Plan, der am Ende dieses Zyklus jedem nach seinen Werken gerecht wird – dem Menschen, dem Volk und der Nation – und beweist, dass die Kenntnis des Evangeliums und der Apokalypse Christi im Lichte des Neuen Gebots, der Göttlichen Religion, für Politiker, Geistliche, Philosophen und Wissenschaftler unerlässlich ist, denn Politik, Religion, Philosophie und Wissenschaft sind vier Aspekte derselben Wahrheit, die Gott ist.“
Pfingsten: Ein Phänomen ökumenischer Inspiration
Angesichts dieser Höheren Planung sind wir, getrieben durch unseren starken Überlebensinstinkt, dazu gezwungen, uns mit der Gegenwart der Geister vertraut zu machen, die für die Verwirklichung der Himmlischen Pläne auf Erden wirken. Dieses Zusammenleben der beiden Ebenen, der spirituellen und der materiellen, hat nichts mit krankhaftem Mystizismus oder Mystifizierung zu tun. Solche Haltungen stellen vielmehr Verfälschungen dar und weichen von dem ab, was mit größtem Ernst und in voller Verantwortung betrachtet und gelobt werden sollte. Diese Beziehung verlangt von uns ein untadeliges moralisches Verhalten und eine ökumenische Religiosität, deren aufrichtige Ausübung den Anhängern des entstehenden Christentums das berühmte Pfingstereignis ermöglichte, wie es im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte Jesu, Verse 1 bis 4, berichtet wird. In diesem Zusammenhang richtete sich die Manifestation Gottes, die durch die Apostel und Jünger Christi geschah, an die Anhänger aller anwesenden Religionen, jeweils in ihren Muttersprachen. Es handelte sich nicht nur um ein Phänomen der Xenoglossie*4, sondern um eine Göttliche Botschaft an alle in diesem Coenaculum versammelten Geschöpfe, und nicht allein an die Juden. Pfingsten war somit ein Phänomen ökumenischer Inspiration, ein Zeichen, das allen aufgeschlossenen religiösen Menschen als Beispiel dienen sollte, vor allem jenen, die Intoleranz nicht länger als Merkmal des Glaubens betrachten, sondern erkannt haben, dass ein wahrer sozialer Friede nur dann möglich ist, wenn er von den Führern der Religionen vorgelebt wird, denn wo sie versagen, fühlen sich die Führer anderer Bereiche der Gesellschaft in ihren hasserfüllten Handlungen bestätigt.
Die Herabkunft des Heiligen Geistes
(Apostelgeschichte Jesu, 2:1 bis 4)
„1 Als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort versammelt.
„2 Plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
„3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten und sich auf jeden von ihnen niederließen.
„4 Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu sprechen, wie es der Geist ihnen gab auszusprechen.“
Anmerkung
Bedeutung des Wortes Geist
In diesem Abschnitt bedeutet das Wort Geist (Vers 4) Gott. Beide Begriffe waren für die Juden jener Zeit Synonyme. An einer anderen Stelle der Heiligen Schrift fügten bestimmte Kopisten das Wort „Heiliger” hinzu und schufen damit einen regelrechten Widersinn: „Denn ich sage euch: Jede Lästerung gegen den Sohn Gottes wird vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Heiligen Geist wird nicht vergeben werden” (Evangelium nach Matthäus, 12:31).
Nun ist der Heilige Geist die dritte Gestalt der Dreifaltigkeit des Guten in der absteigenden hierarchischen Ordnung: Gott (Geist), Christus (der Sohn), Heiliger Geist (Gesamtheit sehr fortgeschrittener Geister); wie kann es sein, dass Fehler gegen Jesus vergeben werden, Fehler gegen den Heiligen Geist jedoch nicht?! In diesem Fall ist der korrekte Begriff Geist (Gott). Denn wer gegen Gott lästert, d. h. wer gegen Seine souveränen Gesetze verstößt, muss die daraus entstehende karmische Schuld durch mehrere Inkarnationen hindurch im Kampf auf der Erde sühnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht aus dem Gefängnis [des körperlichen Lebens] herauskommen, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast” (Evangelium Christi nach Matthäus, 5:26).
Ein Neues Pfingsten
Wie Alziro Zarur angekündigt hat, steht ein Neues Pfingsten bevor.
Auch der Prophet Joel bezeugt dies in seinem Buch, Kapitel 2, Verse 28 bis 32:
Verheißung der Ausgießung des Geistes
„28 Und es wird geschehen, dass ich meinen Geist über alles Fleisch ausgießen werde; eure Söhne und Töchter werden prophezeien, eure Alten werden Träume haben, und eure Jungen werden Visionen haben.
„29 Auch über die Knechte und Mägde werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.
„30 Ich werde Wunderzeichen am Himmel und auf der Erde zeigen: Blut, Feuer und Rauchsäulen.
„31 Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, bevor der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.
„32 Und es wird geschehen, dass jeder, der den Namen des Herrn anruft, gerettet wird; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem werden die Geretteten sein, wie der Herr es versprochen hat, und unter den Überlebenden diejenigen, die der Herr ruft.“
Und weiterhin erklärt Bruder Zarur die Natur dieses spirituellen Phänomens, das sich mit den Aposteln Christi ereignet hat, indem er die folgende Frage beantwortet:
Geist der Wahrheit
„F — Was war die erste Manifestation des Parakleten oder Geists der Wahrheit, den Jesus versprochen hatte?
„A — Dies war das Versprechen Christi:
‚15 Wenn ihr mich liebt, werdet ihr mein Gebot halten.
‚16 Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch den Paraklet senden, damit er für immer bei euch bleibt,
‚17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht. Ihr aber werdet ihn kennen, denn er wird in euch sein und bei euch bleiben.
‚(...) 26 Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe (Evangelium Christi nach Johannes, 14:15 bis 17 und 26).‘
„Nun, die erste Manifestation ereignete sich bekanntlich am Pfingsttag: eine Art „Taufe” mit dem Heiligen Geist für die Apostel und treuen Jünger. Und so geschah es, dass diese einfachen Männer – und viele von ihnen ohne Bildung – nun wie wahre Weise sprachen und schrieben. Was jedoch die neuen Lehren und Offenbarungen betrifft, die Jesus damals noch nicht allen vermitteln konnte, so kamen diese viel später, im Laufe mehrerer Reinkarnationen. Kurz gesagt: Wie Allan Kardec es ausdrückte, „Der Geist der Wahrheit inspirierte sie zu Pfingsten, erleuchtete ihren Verstand und entwickelte in ihnen jene Medialität, die zur Erfüllung ihrer Mission erforderlich war“. (…)”
Das Gebet und seine wahren Wirkungen
Warum fühlen wir uns gestärkt, wenn wir einen Tempel betreten, um zu beten und Gott um Kraft zu bitten?
Wenn wir dorthin gehen, um uns besser zu fühlen, dann deshalb, weil es diese guten Schwingungen spiritueller Gesundheit tatsächlich gibt und sie durch die guten Geister oder Schutzengel beeinflusst werden. Doch diese göttlichen Einflüsse sind nicht nur in den Tempeln zu finden, wir müssen lernen, sie in jeder Umgebung aufzunehmen, egal wie schlecht diese auch sein mögen. In Wahrheit ist die Welt selbst ein Großer Tempel. Normalerweise suchen wir die Einsamkeit, um uns auf die Geister Gottes einzustimmen, doch sind sie überall und jederzeit gegenwärtig, selbst inmitten des größten Trubels. Zarur erklärte einst, dass Gott Seine Apostel sogar in Bordellen wirken lässt. Wir können uns also überall auf der Erde, und sogar im gesamten Universum, auf die Geister Gottes einstimmen, sofern wir wissen, wie wir in unsere innere Stille eintreten und uns selbst von der Unruhe absondern können, selbst wenn wir uns mitten darin befinden. Niemand hat mehr gebetet als die frühen Christen, die den wilden Tieren vorgeworfen, lebendig verbrannt, in den Schrecken der römischen Arenen im eigenen Blut liegend zerfleischt wurden, während sie das wahnsinnige Gejohle der rasenden Massen hörten. Und doch beteten sie. Sie beteten. Sie wussten, wie sie spirituell in ihre eigene Ruhe eintreten konnten. (...).
Der TGW – Die Vereinigung von Erde und Himmel
Der Tempel des Göttlichen Ökumenismus (mit dem Weltparlament der Ökumenischen Bruderschaft, dem ParlaMundi der LGW) wurde auf der Erde errichtet, um gleichfalls den Traum Jakobs zu verwirklichen, wie er im Buch Genesis von Moses, Kapitel 28, Verse 10 bis 17, beschrieben wird.
Und dieser Traum wird sich erfüllen denn die Zeit ist gekommen, oder besser gesagt, sie ist bereits in vollem Gange.
Die Vision der Himmelsleiter

Titel des Werks: Jakobs Himmelsleiter.
„10 Jakob brach von Beerscheba auf und zog nach Haran.
„11 Als er an einen bestimmten Ort kam, blieb er dort über Nacht, denn die Sonne war bereits untergegangen; er nahm einen der Steine des Ortes, machte ihn zu seinem Kopfkissen und legte sich schlafen.
„12 Und er träumte: Siehe, eine Leiter stand auf der Erde, deren Spitze den Himmel erreichte; und die Engel Gottes stiegen auf ihr hinauf und hinab.
„13 Der Herr stand neben ihm und sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du jetzt liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.
„14 Deine Nachkommen werden wie der Staub der Erde sein; du wirst dich ausbreiten nach Westen und Osten, nach Norden und Süden. In dir und deinen Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde*5 gesegnet sein.
„15 Siehe, ich bin mit dir und werde dich bewahren, wohin du auch gehst, und werde dich in dieses Land zurückbringen, denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich alles erfüllt habe, was ich dir gesagt habe.
„16 Als Jakob aus seinem Schlaf erwachte, sagte er: Wahrhaftig, der Herr ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht*6.
„17 Und er fürchtete sich und rief: Wie furchtbar ist dieser Ort! Es ist das Haus Gottes, die Pforte des Himmels.“
Die Anweisungen von Zarur
Mit seiner umfassenden spirituellen Weitsicht und seinem festen Willen, Gottes Pläne auf diesem Planeten zu verwirklichen, damit die Menschen auf natürliche Weise die Bedeutung von Jakobs Traum verstehen, jenem Traum, der uns den Austausch zwischen den beiden Welten, der spirituellen und der materiellen – zeigt, hinterließ Zarur klare Anweisungen in der Ausgabe Nr. 3 der Zeitschrift Jornal da Boa Vontade (Zeitschrift des Guten Willens) aus dem Jahr 1969, Fragen 105 und 117, als er am 5. Oktober das Universelle Spirituelle Zentrum der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, offiziell gründete.
„105 – Tempel des Guten Willens
„F – Die Statuten der LGW sprechen vom Tempel des Guten Willens, der die religiöse Praxis des Neuen Gebots Jesu sein soll. Wann wird er errichtet werden?
„Zarur – Alles zu seiner Zeit, wie es in der Volksweisheit heißt. Das Ideal der Legion des Guten Willens ist wirklich bahnbrechend, wie der italienische Philosoph und Soziologe Pietro Ubaldi (1886-1972) bemerkte: ‚Eine neue Bewegung in der Geschichte der Menschheit bringt Brasilien an die Spitze der Welt‘. Was sind die Lehren aus dieser Erfahrung? Nachdem ich 1948 den spirituellen Auftrag erhalten hatte, begann ich mit der Planung dieses gigantischen Werkes, das das Ende eines Zyklus markieren sollte, der LGW (erste Evolutionsstufe der Religion Gottes, der Religion des Dritten Jahrtausends). Bereits im März 1949 begann die Sendung ‚Stunde des Guten Willens‘. Es waren zwanzig Jahre voller Kämpfe und Leiden, denn die Finsternis stellte sich dem Fortschreiten eines Ideals entgegen, das nicht auf menschlichen Launen beruht: Es handelt sich um eine Prophezeiung Jesu selbst, die in folgenden Worten zusammengefasst ist: ‚Es wird eine einzige Herde und einen einzigen Hirten geben‘. Und das Neue Gebot Jesu, das fast 2000 Jahre lang im Evangelium verborgen war, wurde am 7. September 1959 im Bundesstaat São Paulo nach zehnjähriger Vorbereitung in den Rundfunkstationen von Rio auf großartige Weise offenbart. Seltsam erscheint vielleicht, dass dies erst zehn Jahre später geschah. Doch so verhielt es sich auch mit dem Tempel des Guten Willens. Er entstand in aller Bescheidenheit in Jacarepaguá (in Rio de Janeiro) und vereinte Symbole der in Brasilien am weitesten verbreiteten Religionen. Nicht alle verstanden diese einfache ‚Magie‘. Heute jedoch erkennt die Mehrheit ihren Sinn und fordert die tatsächliche und endgültige Errichtung eines Tempels, in dem sich Anhänger aller religiösen und philosophischen Glaubensrichtungen vereinen können. So konnte ich im Rahmen des Kreuzzuges des Neuen Gebotes in der Villa Riachuelo die Schaffung eines Spirituellen Zentrums ankündigen, das den Beginn der Verwirklichung des Tempels des Guten Willens darstellen wird. Nun beginnt die Auswahl der Seher, der Hörenden, der Psychographen, der Intuitiven, all jener, die wahrhaftig treue Werkzeuge der spirituellen Kräfte sind, d. h. ohne jegliches religiöses Sektierertum agieren. Katholiken, Protestanten, Esoteriker, Juden, Muslime, Theosophen, Freidenker und Atheisten werden alle ihre Gaben testen, so wie es Spiritisten und Umbandisten in ihren Sitzungen tun. Es handelt sich also nicht um ein Spiritistenzentrum, sondern um ein Spirituelles Zentrum, in dem sich Geschöpfe Gottes ohne jegliche Einschränkung versammeln können, bis die Zeit für die endgültige Einweihung des Tempels des Guten Willens gekommen ist, ein weiterer Schritt zur endgültigen Verwirklichung einer einzigen Herde für einen einzigen Hirten. Möge der Wille Gottes geschehen!
„Zentrum der Vereinigung
„Und nun zu Frage 117.
„F – Ich habe in Ihrer Sendung auf dem Kurzwellensender bei Radio Globo die Nachricht von der Gründung eines neuartigen Spirituellen Zentrums gehört. Könnten Sie das näher erläutern?
„Zarur – Es handelt sich um das Universalistische Spirituelle Zentrum, das tatsächlich neuartig ist, weil es aus der Offenbarung des Neuen Gebots Jesu hervorgegangen ist. Es wird also keine spiritistische Sitzung nur für die spiritistischen Brüder geben, sondern eine spirituelle Begegnung, offen für die Anhänger aller Religionen und philosophischen Richtungen der Welt. Was man als Medialität bezeichnet, ist nicht auf den Spiritismus beschränkt: auch Katholiken können bestimmte mediale Fähigkeiten haben; Protestanten können Menschen mit hellseherischen Fähigkeiten und spiritistische Psychographen sein; Juden, Muslime, Buddhisten, Freidenker und Atheisten können ebenfalls Träger der Gaben (Charismen) sein, von denen der Katholizismus spricht. Warum also nicht einen neutralen Raum schaffen, in dem alle diese Fähigkeiten prüfen und entfalten können? Das ist ein weiterer Schritt zur Verwirklichung der Prophezeiung des Planetarischen Herrschers: Es wird eine einzige Herde für einen einzigen Hirten geben. Das Wesentliche ist, dass es keinerlei Sektierertum gibt. Aus diesem Grund dürfen sich die LGW und ihr Präsident gemäß der Satzung keiner der von Menschen geschaffenen Religionen anschließen. Man beachte auch, dass das Neue Gebot von Jesus selbst stammt und im Neuen Testament der Heiligen Bibel zu finden ist: Evangelium Jesu nach Johannes, Kapitel 13, Verse 34 und 35; und 15:13: ‚Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Nur so werdet ihr als meine Jünger erkannt werden. (...) Niemand hat größere Liebe als diese: sein Leben für seine Freunde zu geben‘.”
Und Zarur schloss mit den Worten: „Kurz gesagt, das Universelle Spirituelle Zentrum stellt den entscheidenden Schritt zur Verwirklichung eines der wichtigsten Vorhaben der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes dar: den Tempel des Guten Willens.“
Am 21. Oktober 1989, zehn Jahre nach dem Tod des viel vermissten Verkünders der Göttlichen Religion, hatte ich nun die große Ehre, ein weiteres seiner Versprechen zu verwirklichen: Wir weihten in Brasília/DF, Brasilien, den Tempel des Göttlichen Ökumenismus ein, den Spirituellen Sitz der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, dessen Türen Tag und Nacht ununterbrochen offenstehen.
Es ist unsere Aufgabe, unter dem Schutz Gottes dieses große Werk zu vollbringen, die Wege für die Triumphale Wiederkehr Jesu zu bereiten und das Vermächtnis Christi zu ehren, was wir mit der ganzen Kraft unserer Seelen tun werden.
„Alea jacta est.” (Die Würfel sind gefallen.)
Anmerkung
Die Zehnjahreszyklen
Zarur wies in Frage 105 auf eine auffällige Regelmäßigkeit hin: Alle zehn Jahre ereignen sich bedeutende Meilensteine in der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes. Ich habe dies bei der Beantwortung einer Frage erklärt:
F – Ich bin ein Liebhaber von Zahlen und interessiere mich für Numerologie. Mir ist aufgefallen, dass in der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes alle zehn Jahre wichtige Ereignisse stattfinden. Was wird uns 1989 bringen?
A – Wie ich in der Zeitung Ultima Hora aus Rio de Janeiro geschrieben habe, gibt es tatsächlich einen bemerkenswerten Zufall im glorreichen Leben der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes: Alle zehn Jahre bringt sie etwas Außergewöhnliches für Brasilien und die Welt hervor. Im Jahr 1949 startete der Gründer der Legion des Guten Willens (LGW), Alziro Zarur (1914-1979), die Kampagne des Guten Willens zur Stunde des Guten Willens, aus der später die LGW hervorging.
Damit begann für die Völker und Nationen der Erde das (bewusste) Zeitalter des Guten Willen Gottes.
1959 verkündete Alziro Zarur dann in der Stadt Campinas im Bundesstaat São Paulo die historische Proklamation des Neuen Gebots Jesu („Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ – Evangelium nach Johannes, 13:34) mit dem Uneingeschränkten und Totalen Ökumenismus für die gesamte Christenheit, der sich nicht auf die sogenannten „christlichen Religionen” beschränkt, sondern alle Religionen der Welt umfasst. Im Jahr 1969 gründete der Verkünder der Göttlichen Religion das Universelle Spirituelle Zentrum der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, gegen alle fanatischen Sektierereien. Am 21. Oktober 1979 kehrte Alziro Zarur in unser aller Heimat, die Spirituelle Welt, zurück, nachdem er seine Mission glorreich erfüllt hatte.
Was wird uns nun 1989 bringen?
* * *
Im Jahr 1989, am zehnten Jahrestag der Rückkehr von Alziro Zarur in die Große Spirituelle Heimat, gründeten wir am 21. Oktober in Brasília im Bundesdistrikt, Brasiliens, den Tempel des Guten Willens, ein lang gehegter Traum von Zarur, den ich mit der unschätzbaren Unterstützung der Bevölkerung, insbesondere der Frauen des Guten Willens Gottes, dieser Kriegerinnen Christi, verwirklichen konnte. Mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November war es auch ein bedeutendes Jahr auf der weltpolitischen Bühne. Und die Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes dient mit der Einweihung ihres Spirituellen Hauptsitzes als Rammbock für eine entscheidende Phase in der Geschichte: den Fall der Mauern, die durch menschliche Ignoranz errichtet wurden und die hartnäckig versuchen, die Menschheit auf der Erde von der Menschheit im Himmel der Erde zu trennen.
Zehn Jahre später, in der Silvesternacht vom Jahr 1999 auf das Jahr 2000, hatten wir ebenfalls in der brasilianischen Hauptstadt, neben dem Tempel des Guten Willens und dem Weltparlament der Ökumenischen Bruderschaft (dem ParlaMundi der LGW), die Gelegenheit, diese wunderschöne Manifestation des Realisierenden Glaubens (der Glaube, der sich dem Müßiggang widersetzt und Gute Werke fördert) und ökumenischer Religiosität in Anwesenheit von mehr als 200.000 Pilgern zu leiten: den Spirituellen Silvesterabend Christi – den Friedenskongress, bei dem wir die Übertragung des Senders Boa Vontade TV aufnahmen und den Beginn der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Legion des Guten Willens einläuteten.
Bei alldem unternahm die Religion der Universellen Liebe eine bedeutende Anstrengung, als wir das 20. Jahrhundert hinter uns ließen und die ersten Schritte in das dritte Jahrtausend unternahmen: zu zeigen, dass die Göttliche Hoffnung der Menschheit zur Seite steht.
Viele erwarteten damals, dass jederzeit eine Katastrophe über die Welt hereinbrechen könnte. Diese Erwartung beruhte auf einer verzerrten Auslegung der Apokalypse und der sogenannten Endzeitrede Jesu (wie sie in den Evangelien überliefert ist). Diese von uns so vehement bekämpfte Fehlinterpretation führte zu einer ebenso falschen Vorstellung, dass im Jahr 2000 das Ende der Welt bevorstünde (ähnlich wie beim Übergang vom Jahr 999 zum Jahr 1000). Und man beachte: Es war Nostradamus der dieses Datum erwähnte, nicht aber die Heilige Bibel. Gewiss, die Völker graben sich ihr eigenes Grab, doch die Wege bleiben offen, damit die Botschafter des Göttlichen Lichts schneller über den Planeten wandeln können. Und sie tun dies als die Posaunenrufer, die das Neue Gebot der Liebe Christi verkünden – „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Nur so könnt ihr als meine Jünger erkannt werden” (Evangelium nach Johannes, 13:34 und 35), damit wenigstens einige dem Irrweg der Menschheit entkommen und überleben.
In Fortführung dieser spirituellen Meilensteine, die sich zyklisch wiederholen, hatte ich im Jahr 2009, als wir das Goldene Jubiläum dieser strahlenden Verkündigung des Neuen Gebots Jesu feierten, die Ehre, während der unvergesslichen Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Tempels des Guten Willens die erste Veröffentlichung der Akademie Jesus, der Ökumenische Christus, der Göttliche Staatsmann, vorzustellen, die ich zwei Jahre zuvor, am 1. Februar 2007, gegründet hatte. Das Werk Paiva Netto und die Verkündigung des Neuen Gebots Jesu – Die heroische Saga von Alziro Zarur (1914-1979) auf Erden stellte ein bedeutendes Ereignis für die Bewahrung und Verankerung der spirituellen Wurzeln der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes in den Herzen der Menschen dar. Wie ich es damals formulierte: Die Akademie Jesus, der Ökumenische Christus, der Göttliche Staatsmann, ist ins Leben gerufen worden, um das ideologische (spirituelle und menschliche) Fundament der Wesen des Guten Willens, der Erde und des Himmels der Erde, in allen Tätigkeitsbereichen zu erleuchten, damit ihr Denken, Reden und Handeln nicht geistig leer bleibt.
Und schließlich war auch das Jahr 2019 ein besonderes Jahr. Am 19. Oktober weilte ich in Brasília/DF, um die Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Tempels des Göttlichen Ökumenismus zu leiten und damit die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Legion des Guten Willens (am 1. Januar 2020) zu eröffnen.
Jedes Jahr feiern wir zudem noch weitere wichtige Meilensteine in der Geschichte der Institutionen des Guten Willens Gottes:
- Die Stunde des Beginns
Im Brasilianischen Spiritistenverband (FEB) erhielt Alziro Zarur von Jesus den Auftrag, die LGW zu gründen, und zwar in der spirituellen Manifestation des Heiligen Franz von Assisi durch das angesehene Medium Dona Emília Ribeiro de Mello.
(Rio de Janeiro/RJ – 6. Januar 1948)
- Die Verkündigung des Guten Willens Gottes und die Sendung STUNDE DES GUTEN WILLENS
Eine von Alziro Zarur ins Leben gerufene Sendung, die auf Radio Globo in Rio de Janeiro/RJ ausgestrahlt wurde.
(4. März 1949)
- Gründungstag der LGW
Erste Phase der Religion des Dritten Jahrtausends.
(Rio de Janeiro/RJ – 1. Januar – Tag des Friedens und der Universellen Verbrüderung – 1950)
- Kreuzzug der Schwesterreligionen
Erstes offizielles Treffen der LGW, abgehalten in der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI). Ein wichtiger Schritt für die interreligiösen Beziehungen in der Welt.
(Rio de Janeiro/RJ – 7. Januar 1950)
- Verkündigung der Liebe Gottes
(Rio de Janeiro/RJ – 5. September 1959)
- Verkündigung des Neuen Gebots Jesu
(Campinas/SP – 7. September 1959)
- Proklamation des Universellen Spirituellen Zentrums der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes
(Rio de Janeiro/RJ – 5. Oktober 1969)
- Proklamation der Majestät Jesu, des Christus Gottes
(Rio de Janeiro/RJ – 31. Dezember 1971)
- Verkündigung der Apokalypse Jesu
(Ribeirão Preto/SP – 1. Oktober 1972)
- Verkündigung des Steins der Weisen
(São Paulo/SP – 7. April 1973)
- Verkündigung der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes
(Maringá/PR – 7. Oktober 1973)
- Rückkehr von Alziro Zarur in die Spirituelle Heimat
(21. Oktober 1979)
- Verkündigung des Lebendigen Jesus
(Salvador/BA – 1. April 1983)
- Jahrestag der Gründung des Tempels des Guten Willens
(Brasília/DF – 21. Oktober 1989)
- 33 Jahre seit der Verkündigung des Ökumenischen Christus, des Göttlichen Staatsmannes
(Brasília/DF – 30. Dezember 1989)
- Beginn der praktischen Arbeit des Universellen Spirituellen Zentrums der Göttlichen Religion
(6. Januar 1992)
- Gründung des Weltparlaments der Ökumenischen Bruderschaft, des ParlaMundi, der LGW
(Brasília/DF – 25. Dezember 1994)
- Gründung der Akademie Jesus, der Ökumenische Christus, der Göttliche Staatsmann
(1. Februar 2007)
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Was hält das dritte Jahrtausend und die Zeit danach noch für uns bereit? Der Prophet Samuel tröstete sein Volk in seinem Ersten Buch, 7:12, im Alten Testament der Heiligen Bibel mit den Worten: „Bis hierher hat Gott uns geführt.“
Und wir bitten Ihn um Erlaubnis, dies zu ergänzen: Und Er wird uns noch viel weiter führen!
Mit dem triumphierenden Jesus liegen die Schicksale der Völker der Erde in den sichersten Händen.
Wer auf Jesus vertraut, verschwendet seine Zeit nicht, denn Er ist der große Freund, der einen Freund nicht auf halbem Weg im Stich lässt.
Je näher man Jesus ist, desto weiter ist man von den Problemen entfernt!
Jesus zu dienen ist kein Opfer. Es ist ein Privileg!
Gott ist Gegenwärtig!
Jesus lebe für immer in unseren Herzen!
Gelobt sei Gott!
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*1 Die vier Säulen des Ökumenismus – 1. „Uneingeschränkter Ökumenismus” und 2. „Totaler Ökumenismus”: Diese Begriffe wurden von Alziro Zarur geprägt und von Paiva Netto weiterentwickelt; 3. „Ökumenismus der Herzen” und 4. „Göttlicher Ökumenismus”: wegweisende Konzepte von Paiva Netto. Lesen Sie mehr zu diesem Thema im Artikel Die vier Säulen der Ökumene.
*2 Die Weltrevolution der Geister des Lichts in der Vierten Offenbarung – 1953 von Alziro Zarur (1914-1979) angekündigt, versteht sich als eine umfassende ökumenische Bewegung, die den bewussten Austausch zwischen den Beiden Menschheiten fördert: der Menschheit auf der Erde und der Menschheit im Himmel der Erde. Die Initiative nahm ab den 1990er Jahren Gestalt an, als der Schriftsteller Paiva Netto dem Titel den Ausdruck „des Lichts” hinzufügte und den praktischen Zusammenkünften des Universalistischen Spirituellen Zentrums mehr Flexibilität verlieh, indem er am 6. Januar 1992 die erste Gruppe der Direkten Medialität der Religion der Universellen Liebe gründete. Unter der Leitung von Paiva Netto koordiniert Bruder Dr. Bezerra de Menezes diese bahnbrechende Arbeit in der Spirituellen Welt. Am 3. April 1993 äußerte sich der gütige Arzt des Himmels wie folgt: „Das Ärzteteam der Göttlichen Medizin kümmert sich um alle, nicht nur um diejenigen, die sich in den Räumlichkeiten der Ökumenischen Kirchen der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes befinden, sondern auch um all diejenigen, die sich aufgrund körperlicher, organischer oder materieller Schwierigkeiten nicht fortbewegen können. Wir verfügen über 50.000 Ärzte aus dem Ätherischen, die mit voller Kraft daran arbeiten, Brasilien und die Welt von physischen und spirituellen Übeln zu befreien.“ Der ehrenwerte Arzt aus dem Weltenraum offenbarte gleichfalls, dass sich heute Hunderttausende gütiger spiritueller Ärzte dieser verdienstvollen Sache des Unsichtbaren angeschlossen haben.
*3 In seinem Buch A Missão dos Setenta e o “Lobo invisível” [Die Mission der Siebzig und der „unsichtbare Wolf”] (2018) lädt uns der Schriftsteller Paiva Netto ein, Vers für Vers „Die Mission der Siebzig Jünger Jesu” (Evangelium nach Lukas, 10:1 bis 24) zu studieren. Darin prangert er das Wirken des „unsichtbaren Wolfes” an, dieses besessenen Geistes, der so viele Tragödien über den Einzelnen, über Familien, Gesellschaften, Regierungen und Länder gebracht hat.
*4 Xenoglossie – Der berühmte italienische Spiritismusforscher Ernesto Bozzano (1862-1943), Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Turin, erklärt: „Der Begriff ‚Xenoglossie’ wurde von Professor [Charles] Richet vorgeschlagen, um genau zwischen der eigentlichen polyglotten Medialität, bei der Medien in Sprachen sprechen oder schreiben, die diese selbst nicht kennen und die manchmal auch von allen Anwesenden, in diesen Fällen, nicht verstanden werden (...)."
*5 Anmerkung von Paiva Netto
Alle Familien der Erde: das Israel Gottes – Es bedeutet, dass Gott niemanden bevorzugt. Als Er zu einem Hebräer sprach, vergaß er die Nichtjuden nicht: „alle Familien der Erde”. Hierin liegt die Rechtfertigung für das gewaltige Wirken der Apostel Petrus und Paulus, die das entstehende Christentum ökumenisch über die Grenzen Israels hinaus in die Welt trugen.
*6 Anmerkung von Paiva Netto
Gott ist überall – Nun, Gott war nicht nur dort, sondern überall, da er Allgegenwärtig ist. Der Schöpfer ist auch Allwissend, Allmächtig und Alllenkend. Wir erkennen in dieser Passage ein weiteres Beispiel dafür, wie ein Geist des Lichts mit der Gottheit selbst verwechselt wird.
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