Der Kosmos ist Musik

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Heitor Villa-Lobos (1887-1959)

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Claudio Santoro (1919-1989)

Die Monate Oktober und November werden von Tagen geprägt, die uns an die Genialität zweier der berühmtesten brasilianischen Komponisten erinnern: Heitor Villa-Lobos und Claudio Santoro. Dies auch, weil wir am 1. Oktober den Internationalen Tag der Musik begehen. Wobei im Monat November, genauer, am 17. des Jahres 1959, der gesegnete Villa-Lobos von Rio de Janeiro aus, in die Große Spirituelle Heimat aufbrach. In der Ausgabe Nr. 220 der Zeitschrift Guter Wille, habe ich seiner Erinnerung Tribut gezollt. Noch im November, am 23. des Jahres 1919, wurde der gefeierte Bürger von Manaus, Claudio Santoro, geboren, dessen „Friedenssymphonie" – unter seiner Leitung vom Landesorchester und dem Stepanov Chor aus Moskau in Russland aufgenommen – meine Predigt des Evangeliums Jesu im Super Netzwerk des Guten Willens für Kommunikation eröffnet.

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José Geraldo Nogueira Moutinho (1933-1991)

Als ein Verehrer der Geistesgrößen der planetarischen Kultur, wobei ich der Musik eine überragende Rolle bei der Erhöhung des Menschen zuschreibe, nehme ich, wenn immer möglich, diesen melodischen Schatz in Anspruch, um eine Analogie zwischen ihm und den göttlichen Prophezeiungen herzustellen, auf dass das Verständnis der Bevölkerung, hinsichtlich des augenscheinlich undechiffrierbaren Codes der Apokalypse Jesu, erleichtert wird. Der Schriftsteller und Literaturkritiker José Geraldo Nogueira Moutinho erklärt in „Musicália", dass „die Musik das Chaos absorbiert und dieses ordnet".

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Arturo Toscanini (1867-1957)

In der Apokalypse ohne Furcht (1999), im Kapitel Apokalypse und Universalismus, kommentiere ich, dass Arturo Toscanini lehrte, dass, mutatis mutandis, Musik zu hören, nicht bedeutet Noten zu hören. In der Tat, während man sich an der großen Kunst eines Verdi, Tschaikovsky, Wagner, Borodin, Schumann, Debussy, Ravel, Grieg, Sibelius, Irving Berlin, Gershwin, Grofé, Chiquinha Gonzaga, Noel, Cartola, Caymmi, Jobim, João Gilberto, Caetano, Gil, Chico Buarque, Toquinho, Guerra Peixe, Carlos Gomes, Pater José Maurício, Francisco Braga, Lorenzo Fernandez, Augusto und Alberto Nepomuceno, Guerra Vicente und vielen anderen mehr erfreut, so ist man eins mit dem Gefühl der melodischen Botschaft, die der Komponist seinen Hörern übermitteln wollte.

Und genauso ist es auch mit der Apokalypse. Ihre Botschaft liegt nicht im Buchstaben, „der tötet", sondern im Geiste der Erlösung, die, durch die Liebe Dessen, der brüderlich warnt, vom Schöpfer auf die Kreatur herniederkommt.

Wozu gibt es die Göttliche Botschaft?

Was ich in meiner ökumenischen Predigt des Evangeliums der Apokalypse hervorzuheben suche, ist der Teil Gottes, der in jedem Menschen innewohnt, sei dieser nun religiös oder Atheist; gelb, weiß, schwarz oder Mestize; Zivilist oder Militärangehöriger; Analphabet oder des Lesens und Schreibens kundig; sei er ideologisch gesehen rechts, links oder im Zentrum verordnet, oder sogar unparteiisch.

Wenn der Mensch sich nicht auf die Solidarität hin zubewegt, im privaten, wie im öffentlichen, wo sollen wir dann enden?

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Paul Claudel

Der Kosmos ist Musik, die, nach der Bestimmung von Paul Claudel (1868-1955) „die Seele der Geometrie bedeutet. Von daher müssen wir die Töne finden, unter denen wir uns bei universaler Reichweite verbrüdern können. Und genau hierfür steht die Botschaft Gottes, die sich frontal der unentschuldbaren Intoleranz entgegenstellt.

Posaunen und Komponisten

Weiterhin zeige ich in genanntem Werk, im Kapitel „Posaunen und Komponisten", dass es bis heute Leute gibt, die aufschreien: „Die Apokalypse ist Ausdruck der Nichtliebe Gottes zur Menschheit!". Haben sie nun auch recht? Wir werden sehen, dass dem nicht so ist.

Wir wollen Schritt für Schritt vorgehen: was sagt nun die alte Weisheit? „Der Gedanke ist der Schneider des Schicksals".

Mit unseren Idealen und Taten haben wir nun unsere Intimität enthüllt. Jesus, der Ökumenische, d.h. der Universale Christus und Göttliche Staatsmann, verkündet dies im Evangelium nach Lukas, 6:45: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund."

Tela: Walter Rane

Jesus

Aufgrund dessen, stoßen die Engel der Sieben Posaunen - die bei einfacher Prüfung politische und politisch-kriegerische Faktoren darstellen - wenn sie denn in die Posaunen stoßen, nicht ohne guten Grund in diese hinein. Sie drücken aus, was die Sieben Siegel (Apokalypse, Kapitel 6 und 8) hinsichtlich unseres Gefühls offenbaren, das sich in der Musikpartitur ausdrückt, die wir mit unseren Ansichten komponiert haben. Wir selbst sind es, die die tragische oder auch schöne Melodie produzieren, welche die Engel ausführen werden. Die Apokalypse wird also von uns selbst gezeichnet, wenn wir die Regeln des Schöpfers respektieren oder auch missachten.

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Dante Alighieri

In der Göttlichen Komödie – Paradies, Gesang XXII – zeigt Dante Alighieri (1265-1321) auf poetische Weise die Gerechtigkeit Gottes auf: „Von droben fällt zu frühe nicht das Schwert,/ Und nicht zu spät, wie’s dem scheint, der mit Grauen/ Es harrend fürchtet, oder es begehrt."

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Alziro Zarur

Der Journalist, Rundfunksprecher und Poet, Alziro Zarur (1914-1979), Gründer der Legion des Guten Willens urteilt selbst: „Das Göttliche Gesetz, das über die Vergangenheit der Menschen, Völker und Nationen richtet, bestimmt so auch deren Zukunft."

Rechte, Pflichten und die Apokalypse

Wenn wir allein an die Rechte denken und wir dabei die Pflichten vergessen, so wird uns morgen die Rechnung für die Pflichten gegeben und wir werden aufgrund der Rechte vergessen werden.

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Martin Du Gard

Wir wollen nicht, dass uns der Himmlische Vater wie Kinder behandelt, wenn wir doch Erwachsene sein wollen. Hierzu passt perfekt dieser Gedanke des französischen Schriftstellers Martin Du Gard (1881-1958): „Ohne Gerechtigkeit kann es keine wahrhaftige Ordnung geben."

Ganz offensichtlich stellt die Apokalypse, was die würdigen Taten, die wir realisieren betrifft, wunderbare Kompositionen für diejenigen dar, die in den Jahrtausenden, die wir zukünftig kennenlernen werden, eine bessere Welt verdienen. Wir werden immerzu leben, denn die Ewigkeit ist real und das Gesetz der aufeinanderfolgenden Leben ist göttlicher Befehl. Zarur entwickelte dieses Konzept: „Die Reinkarnation ist der Schlüssel zur Prophezeiung."

Es ist also notwendig die Herzen der Völker mit der Stimmgabel Gottes einzustimmen.

José de Paiva Netto ist Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter). Er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens. Er ist internationaler Referenzautor für die Verteidigung der Menschenrechte und für die Konzeptualisierung und Verteidigung der Sache der Bürgerschaft und Ökumenischer Spiritualität, die, nach seiner Auffassung, „die Grundlage der großzügigsten Werte darstellen, die aus der Seele erwachsen, der Wohnstatt der von Intuition erleuchteten Emotionen und Reflexionen, der Umgebung die all das umfasst, was den vulgären Bereich der Materie überschreitet und aus der sublimierten menschlichen Sensibilität entstammt, wie beispielsweise Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Ethik, Rechtschaffenheit, Großzügigkeit und die Brüderliche Liebe.“