Biographie

José de Paiva Netto, Schriftsteller, Journalist, Rundfunksprecher, Komponist und Dichter, wurde am 2. März 1941 in Rio de Janeiro/RJ in Brasilien geboren. Er ist Vorsitzender der Legion des Guten Willens (LGW) und aktives Mitglied der Brasilianischen Pressevereinigung (ABI), der Brasilianischen Vereinigung der Internationalen Presse (ABI-Inter), er ist der Nationalen Föderation der Journalisten (Fenaj) angeschlossen, der International Federation of Journalists (IFJ), dem Verband für Berufsjournalisten im Bundesland Rio de Janeiro, dem Schriftstellerverband von Rio de Janeiro, dem Verband der Rundfunksprecher im Bundesland Rio de Janeiro, sowie der Brasilianischen Union der Komponisten (UBC). Gleichfalls ist er Mitglied der Akademie für Literatur Zentralbrasiliens.

Unter den unzähligen Ehrungen, die er erhielt, wurde er mit der Medaille der I. Hundertjahrfeier der Brasilianischen Akademie für Literatur (ABL) ausgezeichnet; es wurden ihm die Komtur des Rio Branco Ordens durch das Außenministerium, sowie die Komtur des Rates des Ordens für Verdienste um die Luftwaffe verliehen, auch  wurde er mit der Friedensstifter-Medaille des brasilianischen Verteidigungsministeriums ausgezeichnet. Lernen Sie die von Paiva Netto empfangenen Ehrungen kennen.

Kindheit und Jugend

Er ist ältester Sohn von Idalina Cecilia (1913-1994) und Bruno Simões de Paiva (1911-2000) – deren Trauzeuge Dorival Caymmi (1914-2008) war – und Bruder von Lícia Margarida (1942-2010). Seine Kindheit und Jugend wurden beherrscht von der außergewöhnlichen Sorge um geistige, philosophische, erziehungspolitische, soziale, politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Themen, sowie von einem tiefen Verständnis für die Hilfe den Bedürftigen gegenüber.

Seine Schullaufbahn begann auf dem traditionsreichen Colégio Pedro II, in der Hauptstadt des Bundeslandes Rio de Janeiro, wo er den Titel eines hervorragenden Schülers erhielt und mit der Anbringung einer Bronzetafel, am Hauptgebäude dieser angesehenen Modellschule geehrt wurde. Im Jahre 1956, noch als Jugendlicher, begann er seine Laufbahn an der Seite des viel vermissten Gründers der Legion des Guten Willens, des brasilianischen Journalisten, Radiosprechers, Schriftstellers, Dichters und Denkers Alziro Zarur (1914-1979). Erinnerungswürdig ist auch, dass einer der ersten Kontakte Paiva Nettos mit dem Ideal des Guten Willens genau am 29. Juni desselben Jahres stattfand.

Über seine Anfänge in der LGW erinnert sich Paiva Netto: „Im Jahre 1953, als ich 12 Jahre alt war, erhielt ich aus den Händen einer schönen dunkelhäutigen Frau ein Werk, das von der LGW herausgegeben worden war. Es vergingen daraufhin drei Jahre und eines Morgens verspürte ich den dringenden Wunsch das Radio anzustellen. Als ich dies dann tat, hörte ich auf dem Sender Tamoio (der später in Mundial umbenannt wurde), die bewegende Komposition von Joseph Möhr (1792-1884) und Franz Grüber (1787–1863), Stille Nacht: es war der 29. Juni 1956. Intrigiert rief ich aus: Mutter, Weihnachtsmusik im Juni?! Daraufhin begann Zarur die Passage des Evangeliums Jesu nach Lukas, 2:14 vorzulesen, in der die Engel Seine Himmlische Geburt verkünden: ‚Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!’. Nachdem ich seinen Ausführungen gelauscht hatte, sagte ich spontan entschlossen: Mutter, mit dem gehe ich mit!“

Und er betonte: „Mein Herz ist durch dieses erhabene Ideal erweckt worden. Und, an diesem selben Tage noch, an dem Sankt Peter und dem Heiligen Paulus gedacht wird, nahm ich mein Fahrrad und ging freiwillig auf die Straße um Hilfe bei der Institution zu erbitten“.

Um sich vollständig der LGW widmen zu können, entsagte er seinen Berufungen zur Medizin und zur Musik und übernahm später das Amt des Generalsekretärs der Legion des Guten Willens (dies entspricht dem Amt eines Vize- Präsidenten) und trat später nach Zarurs Tod dessen Nachfolge an.

Einige Errungenschaften des Vorsitzenden der LGW

Der Legion des Guten Willens seit 1979 vorstehend, multiplizierte er mit seinen Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen, die sich aus Modellschulen für das primäre Bildungswesen, aus Altenheimen und Gemeinschaftszentren für Sozialhilfe zusammensetzen, die Aktionen der Institutionen auf den Gebieten von Bildung und Erziehung sowie der Förderung des Menschen und des Sozialen. Diese Einrichtungen dienen noch größeren Projekten, denen sich Paiva Netto seit geraumer Zeit widmet: der Erziehung mit Ökumenischer Spiritualität, die von einer neuartigen pädagogischen Linie (von ihm selbst geschaffen) untermauert wird, und die ein neuartiges Lernmodell darstellt, bei dem sich Herz und Hirn verbinden. Dieser erzieherische Vorschlag, der sich aus der Pädagogik der Zuneigung und der Pädagogik des Ökumenischen Bürgers zusammensetzt, wird im Unterrichtsnetzwerk der LGW sowie in den von ihr entwickelten sozialerzieherischen Programmen mit Erfolg angewandt.

Die Ideale des Guten Willens haben keine Grenzen und begeistern unterschiedliche Nationen. Zur Zeit weiten sich diese solidarischen Initiativen auf die LGW Argentiniens, Paraguays, Uruguays, Boliviens, Portugals und der Vereinigten Staaten und auf viele andere Regionen der Welt aus, die von den Spenden der jeweiligen örtlichen Bevölkerung finanziert werden.

Aufgrund der großen Reichweite ihrer Programme und Aktionen sowie aufgrund der ausgezeichneten geleisteten Arbeit, erzielte die Legion des Guten Willens die Anerkennung der Organisation der Vereinten Nationen (UNO). 1994 assoziierte sich die LGW als erste Organisation des Dritten Sektors in Brasilien der Abteilung für Öffentliche Information (DPI) dieses internationalen Organs, und erhielt im Jahre 1999 als erste Institution der brasilianischen Zivilgesellschaft den Status eines Allgemeinen Beraters (dem höchsten Grad) im Wirtschafts- und Sozialrat (Ecosoc/UNO). Vom Jahr 2000 an nahm sie an der Konferenz der NGOs mit konsultativen Beziehungen für die Vereinten Nationen (Congo), mit Hauptsitz in Wien, Österreich teil, und im Jahre 2004 war sie Mitbegründerin des Komitees für NGOs über Spiritualität, Werte und Globale Interessen der Vereinten Nationen.

Einweihung des Tempels des Guten Willens und des Parlamundi der LGW

Am 21. Oktober 1989 weihte Paiva Netto in Brasília/DF, im Beisein von über 50 Tausend Menschen den Tempel des Guten Willens ein. Der Friedenstempel stellt den Mittelpunkt des Göttlichen Ökumenismus dar, der den soziospirituellen Kontakt zwischen Kreatur und Schöpfer verkündet. Aus diesem Grund ist er auch als der Tempel der Erleuchteten Geister oder der Gesegneten Seelen bekannt, denn, letztendlich, sterben die Toten nicht.

Viel bewundert wegen der kühnen Architektur, die dessen universale Spiritualität reflektiert, wird der TGW vom traditionsreichen Diário de Notícias aus Lissabon in Portugal als die größte Konstruktion des 20. Jahrhunderts, in Form einer siebenflächigen Pyramide gefeiert. Von der Bevölkerung als eines der Sieben Wunder des Bundesdistrikts bewundert, ist der TGW, nach offiziellen Daten der Landestourismusbehörde des Bundesdistrikts (Setur-DF), das meistbesuchte Monument der brasilianischen Hauptstadt.

Paiva Netto weihte gleichfalls, im Jahre 1994, an Jesu Weihnacht, neben dem Friedenstempel und in Gegenwart von über 100 Tausend Menschen, das Weltparlament der Ökumenischen Brüderlichkeit, das ParlaMundi der LGW ein. seither erhält der ökumenische Komplex der Institution den Besuch von jährlich über 1 Million Pilger.

Komtur des Verdienstordens der Ökumenischen Brüderlichkeit

Um die Persönlichkeiten, die auf ihren Gebieten zum Wohle der Verbreitung des Friedens und der Solidarität in Brasilien und in der Welt herausragen, stiftete Paiva Netto die Komtur des Verdienstordens der Ökumenischen Brüderlichkeit, eine Ehrung die seit 1996 jährlich im ParlaMundi verliehen wird. Unter den Persönlichkeiten, denen die Komtur der LGW verliehen wurde, befinden sich: die Staatsmänner Mário Soares (ehemaliger Präsident und Premierminister Portugals) und Nelson Mandela (Friedensnobelpreis von 1993 und Südafrikas erster schwarzer Präsident, von 1994 bis 1999); der Dalai Lama, Tenzin Gyatso (tibetanischer Führer und Friedensnobelpreisträger von 1989); der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan (1938-2018); der „Sportler des Jahrhunderts“, Pelé; Francisco Cândido Xavier, spirituelles Medium (1910-2002) und Dom Helder Câmara (1909-1999), ehemaliger Bischof von Olinda und Recife. Andere große Namen aus den verschiedenen Zweigen der brasilianischen Gesellschaft und der Welt wurden ebenfalls mit einer Sondersitzung des Verdienstordens der Ökumenischen Brüderlichkeit geehrt, die anlässlich des Brazilian Day in New York in den Vereinigten Staaten stattfand. Dieser findet jedes Jahr, zur Feier des brasilianischen Unabhängigkeitstages, im Herzen von Manhattan statt,. Dieses Festival wird jährlich von über einer Million Besuchern frequentiert und zählt so zu einem der populärsten Feste des Big Apple.

Das Weltforum für Geist und Wissenschaft der LGW

Der Leiter der LGW gründete ebenso, im Jahre 2000, das Weltforum für Geist und Wissenschaft der LGW, das sich zur größten Bewegung dieser Art in der Welt entwickelt hat. Es dient der Ausbildung neuer Paradigmen des menschlichen Denkens, die sich auf der Konvergenz und dem Austausch zwischen der Wissenschaft und den verschiedenen religiösen Traditionen bilden. An ihm nahmen bereits Persönlichkeiten wie Edgar Mitchell teil, nordamerikanischer Astronaut und Mitglied der Besatzung von Apollo 14, der fünfte Mensch der die Mondoberfläche betreten hat; Alexander Lazutkin, russischer Kosmonaut der Teil der Besatzung der Weltraummission MIR-23 war; den Quantenphysikern und Schriftstellern Amit Goswami (Vereinigte Staaten) und Patrick Drouot (Frankreich), Waldyr Rodrigues (Brasilien); der brasilianische Astronom Ronaldo Rogério de Freitas Mourão (1935-2014); der französische Psychologe und Erzieher Pierre Weil (1924-2008); der tibetanische Lama Chagdud Tulku Rinpoche (1930-2002) und viele andere. Die Veranstaltung beabsichtigt mehr als nur eine permanente theoretische Debatte zu sein, sie stimuliert die Implementierung seiner Vorschläge auf dem pragmatischen Feld der Errungenschaften der Gesellschaft. Paiva Netto gründete ebenfalls, im Jahre 2007, die Akademie Jesu, des Ökumenischen Christus, welche sich aus dem Institut zur Studie und Forschung der Seelenswissenschaft und dem Institut zur Studie, Forschung und Leben des Neuen Gebots Jesu zusammensetzt.

Um die Spirituelle Bürgerschaft (ein von ihm vertretenes Konzept) zu verbreiten, schuf Paiva Netto das Super Netzwerk des Guten Willens für Kommunikation (Radio, TV, Internet, und Veröffentlichungen). Er ist ein Schriftsteller von internationaler Bedeutung und Autor verschiedener Bestseller.