Der Komponist

Als Komponist und Musikproduzent war er ein Schüler von Homero Dornelas (1901 – 1990) ein Mitarbeiter des bedeutenden Villa-Lobos (1887-1959). Er bearbeitete den “Marsch Gottes kleiner Soldaten”, der am 21.4.1960 zum ersten Male von den Kindern, die vom Institut São Judas Tadeu in Rio de Janeiro unterstützt werden und wo er als Freiwilliger mitgearbeitet hat, gesungen worden ist. Die Vorstellung war ein Tribut an die Stadt Brasilia, welche der Präsident Juscelino Kubitschek (1902-1976) an diesem Tage einweihte.

Hören Sie sich einige Kompositionen von Paiva Netto

 

 

Unter den zahllosen Aktivitäten, die er entwickelte, war er Toningenieur für die Sendungen Zarurs im Radio von der sehr vermisste Gründer der Legion des Guten Willens (LGW), der Funksprecher und Dichter Alziro Zarur (1914- 1979)  was sein musikalisches Gehör weiterhin verschärfte. Unabhängig von seiner extremen Hingabe an die Sache des Guten Willens, blieb seine Verbindung mit der Musik erhalten.

Sein erster Erfolg, ein Tribut an das Volk von Bahia, das Album Negrada – Jesus der Große Befreier! (1/4/1983, Salvador, Bahia), verkaufte hunderttausend Exemplare, was im klassischen Musikgenre eine bisher unbekannte Errungenschaft in Brasilien war. Das Werk wurde 29 Tage nach seiner Markteinführung auf der Bühne des Städtischen Theaters in Rio de Janeiro, unter der Leitung des angesehenen Maestros Isaac Karabtchevsky, aufgeführt.

Das Publikum überfullt das Stadttheater von Rio de Janeiro / RJ, um das dritte Konzert der LGW von klassischer Musik anzuschauen. Markiert ist, nach dem großen Konzert, unter der Leitung von Karabtchevsky, die neben Paiva Netto erscheint,  winkt der Leiter der LGW zum Publikum.

Hinsichtlich der Komposition erklärte der damalige Leiter des Brasilianischen Symphonieorchesters (OSB), Maestro Isaac Karabtchevsky: „Die Komposition hat mich nicht nur wegen seines rhythmischen Charakters überrascht; sondern gleichzeitig auch auf Grund seines markanten Kontrastes zwischen Rhythmus und Melodie. Es ist ein wirklich inspirierendes Werk. Wir versuchen die Sprache Paiva Nettos in diejenige eines Großen Symphonischen Orchesters zu übertragen. (…) Wir sind von der Art und Weise begeistert, mit der er es geschafft hat all seine Sensibilität in Musik umzusetzen.“

Die Uraufführung des Werkes Negrada – Jesus, der Große Befreier! zählte auf die Bearbeitung des Professors Darcy Augusto Malheiros (1923-2012); und für das Konzert mit dem Brasilianischen Symphonieorchesters oblag die Orchestrierung dem Maestro Osman Giuseppe Gioia. Später dann in Bulgarien, in Europa, wurde das Werk mit der Orchestrierung von Alexander Yóssifov aufgenommen, unter Leitung des Maestros Ricardo Averbach, einem herausragenden Schüler des illustren Vladi Simeonov.

Von den 1980er Jahren an, wurden seine Kompositionen in Florianópolis/SC, Salvador/BA, Rio de Janeiro/RJ, Curitiba/PR, Belo Horizonte/MG, Brasilia/DF, São Paulo/SP und in vielen anderen Städten aufgeführt. Das Repertoire beinhaltet auch verschiedene Produktionen, die der heiligsten Maria gewidmet sind, mit denen er Brasilien und verschiedene seiner Bundesstaaten ehrt. Herausragend sind seine Konzerte aus dem Jahre 2000, die durch ihren Benefizcharakter in Bulgarien Pionierarbeit leisteten und vom Maestro José Eduardo de Paiva produziert und von Bedros Papazian dirigiert wurden.

Von 1987 bis 1990, förderte Paiva Netto durch die LGW Kultur, das Projekt Antares "Klassik für das Volk" mit dem Sinfonieorchester der Legion des Guten Willens.

Projekt Antares "Klassik für das Volk"

Hervorzuheben wäre auch die Partnerschaft mit dem Maestro Almeida Prado, mit dem zusammen er die Symphonie der Apokalypse (1987) schrieb, deren Welturaufführung am 21/10/1989. Die Verse von Koralle Bewegung sind von Mario Frigeri. Das erste Hören dieser Symphonie mit dem Symphonieorchester des Nationaltheaters Claudio Santoro und mit dem Ökumenischen Guten Willens Chor, mit den Solisten: Victoria Kerbauy (Sopran) und Francisco Frias (Bariton), in Brasilia, der Hauptstadt Brasiliens, fand anlässlich der Einweihung des Tempels des Guten Willens  (21/10/1989), unter der Leitung von Achille Picchi und bei einem Publikum von mehr als fünfzigtausend Menschen statt; ebenso wie die Aquarius Suite – Der Tanz der Welten mit der Orchestrierung des bulgarischen Komponisten Alexander Yossifov.

Aufgenommen im Lande des Pancho Vladiguerov, zwischen 1989 und 1993, erstere vom Chor und Orchester des bulgarischen Nationalradios und die zweite vom Orchester der Kammerspiele in Sofia aufgeführt. Die Symphonie der Apokalypse hatte die Interpretation des Orchesters und Gemischtes Choir vom Sofia National Radio, Valery Popova Soli (Sopran) und Georgi Petkov (Bariton). Mit dem gleichen Orchester, im Konzert für Klavier und Oschester Nr 2, hatte die Beteiligung der Nationalchor Sofia und Pianist ausgezeichnet Pianist Svetoslav Karparov. Und in Suite Aquarius - der Tanz der Welten, die Interpretation der preisgekrönte Gitarrist Engel Stankov und Sofia Chambers Players Orchestra. Und das alles unter der Leitung von Maestro Ricardo Averbach. 

Ein anderes Stück mit großer Bedeutung ist das Oratorium Das Mysterium des offenbarten Gottes, geschrieben in Portugal und in Brasilien in Rio de Janeiro und im Bundesland Rio Grande Do Sul (1998) unter Inspiration des genialen Villa-Lobos. Es wurde vom Chor der Kapelle Svetoslav Obretonov aus Bulgarien aufgenommen und überstieg die Marke von fünfhunderttausend verkaufter Exemplare und gewann so eine doppelte Platin-Schallplatte. Das Neue Gebot Jesu aus dem Oratorium „Das Mysterium des Offenbarten Gottes“ wurde im Jahre 2000 vom Ökumenischen Chor des Guten Willens - dem ersten brasilianischen Chor, der sich vor der UNO präsentierte – im Hauptsitz der Vereinten Nationen, in New York vorgetragen. Am 9.12.2006 feierte das Oratorium seine Welturaufführung in englischer Sprache in der Convent Avenue Baptist Church in New York, USA, anlässlich des Osterkonzerts, unter der Leitung von Maestro und Pastor Gregory Hopkins sowie unter der Mitwirkung des The Sanctuary Choir, der sich aus Afro-Amerikanern zusammensetzt.

Am 20/6/2006, neun Tage vor dem fünfzigsten Jahrestags seiner Arbeit innerhalb der LGW, wurde er von der Leitung des bereits seit hundert Jahren bestehenden Theaters São Pedro in Porto Alegre von der berühmten Kulturagentin, Frau Eva Sopher, mit der in der Geschichte des Hauses einmaligen Veranstaltung, Nacht der Kultur, Emotionen und Erinnerungen, geehrt. Seine Melodien wurden vom Kammerorchester des Theaters São Pedro und vom Ökumenischen Chor der LGW aufgeführt, unter der Leitung des Maestros Antônio Carlos Borges Cunha. In Nova Petrópolis, einer weiteren Stadt im Süden des Landes, wurden im Jahre 2006 ebenfalls seine Werke aufgeführt.

Oben, allgemeine Ansicht des Chamber Orchestra of Theatro São Pedro und von dem Ökumenischen Guten Willen Chor während des Konzerts. Im Bild unten, spricht Paiva Netto auf der Bühne des Hauses der Gaucho-Kultur, die überfüllt war.

Im Verlauf der Jahre wurden seine Werke von bekannten Dirigenten, Kompositoren und Musikkritikern kommentiert, wie Dorival Caymmi (1914-2008), Richard Cravo Albin, Francisco Mignone (1897-1986), Ricardo Averbach, José do Espirito Santo (1927-2005), Hélio Rosa und Alexander Yossifov. Das fonografische Werk des Paiva Netto verkaufte Millionen Exemplare.

Lernen sie einige der Kompositionen Paiva Nettos kennen:

Werke:
— Die Eroberung der Wahrheit
— Tanz der Welten
— Die Inkarnation von Gottes Wort
— Die Hoffnung stirbt niemals aus
— Das Antlitz Gottes ist die Liebe
— Meiner lieben Mutter, Idalina Cecilia, mit Sehnsucht
— Für „Santa Catarina“
— Freude in „Santa Catarina“
— Mit der Liebe Gottes lieben
— Freunde!
— Freundschaft – Jesus ist da! (mit Vanderlei Pereira)
— Die göttliche und solidarische Liebe
— Die Vision des versiegelten Buch  mit sieben Siegeln das Lamm Gottes
— Diejenigen, die sich lieben – Waltz
— Dem Herzen Jesu
— Für Christus mit Entschlossenheit!
— Ave Maria, Mater Jesu
— Ave Maria – der Bevölkerung des Bundesdistrikts gewidmet
— Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnade – der Bevölkerung São Paulos gewidmet
— Lied der Mutterliebe
— Sanfter Gesang
— Lied für Paraná
— Karussell
— Konzert für Piano und Orchester (mit Almeida Prado und Mário Frigéri)
— Tanz der kleinen Soldaten Gottes
— Gott ist meine Stärke (Interlude)
— Gott ist meine Stärke
— Für Lucí Andréa
— Für Brasilien
— Der Bevölkerung von Minas Gerais gewidmet
— Gott ist meine Kraft
— Vergnügung mit I (Tanz)
— Vergnügung mit II
— Vergnügung mit III
— Es ist Jesu Weihnacht
— Emmanuel Adolfo
— Ich liebe Jesus!
— Ich habe euch gewählt
— Goiás
— Meine liebe Graça!  – Maria das Graças Paolotti gewidmet
— Jesus muss kommen
— Jesus kommt schon!
— Jesus, ein Licht das keinen Schatten wirft
— Jesus, die Nahrung der Völker
— Jesus der Göttlichen Befreier
— Die LGW ist Jesus
— Marsch der kleinen Soldaten Gottes
— Maria ist mein heiliger Mantel
— Maria, Mutter Jesu
— Negrada – Jesus, der große Befreier
— Nocturne in Mi-Moll
— Gesang des Waldes
— Das Mysterium des offenbarten Gottes
— Oh, Jungfrau Maria! Ave Maria – (dem Bundesland Rio de Janeiro gewidmet; mit Mário Frigéri)
— Oratorium
— Symphonisches Gedicht Argentinien
— Um kein Sklave mehr zu sein
— Sonnenstrahl
— Ohne mich kannst Du nichts erreichen
— Symphonie Apokalypse (mit Darcy Augusto Malheiros)
— Aquarius Suite
— Tango
— Vilalobianas Nr. 1 – Hommage an den genialen Heitor Villa-Lobos (mit Alexander Yossifov).

Diskographie:
— (2004) Für die, die sich lieben
— (2003) Das Antlitz Gottes ist die Liebe
— (2000) Jesus – Das Brot der Seelen
— (1999) Das Gebet für innere Ruhe (aufgenommen in Brasilien)
— (1999) Oratorium „Das Mysterium des Offenbarten Gottes“ – Goldserie (aufgenommen in Bulgarien)
— (1998) Oratorium „Das Mysterium des Offenbarten Gottes“ - (aufgenommen in Brasilien)
— (1993) Einführung „Negrada – Jesus, der Große Befreier! & Konzert für Piano und Orchester
— (1993) Aquarius Suite/ Tanz der Welten
— (1990) Apokalypse (Symphonie) (Bulgarien)
— (1983) Dem Herzen Jesu
— (1983) Negrada – Jesus, der Große Befreier!