Der Komponist

  • Foto: Infográfico: Alziro Braga
  • CDs do compositor Paiva Netto
Um in den Herzen der Menschen die universelle Solidarität erblühen zu lassen und, entsprechend der Auffassung des sehnsüchtig vermissten Gründers der LGW, Alziro Zarur (1914-1979), dass göttlich inspirierte Musik auch Gott und somit, Liebe ist, studierte Paiva Netto Musik und wurde der in Brasilien meistverkaufte Komponist klassischer Werke. Der Verkauf seiner Tonaufnahmen übersteigt bereits die 5 Millionenmarke. Auch als Produzent erreichte er große Erfolge mit auf Schallplatten aufgenommenen Gebeten, von denen 2,5 Millionen LPs verkauft wurden.

Das Musiklabel „Som Puro“ setzt auf den Erfolg der letzten Werke des Komponisten: Die CD mit dem Werk „Das Gesicht Gottes ist die Liebe“. Der Hörer wird dazu eingeladen eine Antwort auf jene Frage zu finden, die im menschlichen Gewissen weiter besteht: Was ist das Gesicht Gottes? Philosophen, Künstler und Ekklesiastiker suchen nach Instrumenten, die ihnen als eine Art Kompass dienen können, um ihnen die Richtung auf ihrem Wege zur Erklärung dieser so schwierige Frage anzeigen zu können.

In diesem Meisterwerk des Komponisten lädt dieser uns dazu ein, gemeinsam eine Antwort darauf zu finden. Durch die tiefe harmonische Melodie des Werks beschenkt uns der Komponist mit Augenblicken tiefster Besinnung, die ein beherrschender Faktor für dieses Vorhaben darstellt. Er zeigt uns einen Himmlischen Vater, der sich seiner Schöpfung nicht abgewandt hat, sondern der stets präsent ist im Leben der Menschen. In Momenten des Ringens, der Freude genauso wie in den Momenten des Schmerzes; auf die ehrlichste und reinste Weise, die der Mensch einfach fühlen muss: die Liebe.

Zusätzlich zu dieser Botschaft gibt es auch noch das Vergnügen den fein abgestimmten Gesang der Kinder, der Jugend und Erwachsenen zu hören, die die ökumenischen Chöre der Legion des Guten Willens bilden. Die acht Kompositionen dieses Werks haben noch dazu eine instrumentelle Fassung, die hervorragend dazu geeignet ist zu meditieren um so den alltäglichen Stress des hektischen Lebens in den Grosstädten vertreiben zu können.

Der vielgeachtete Dirigent, Eduardo Escalante hat, als er die Melodie des Werkes hörte, seine Meinung folgendermaßen ausgedrückt: A Face de Deus é o Amor - Das Gesicht Gottes ist die Liebe, des Komponisten Paiva Netto ist ein hervorragendes Beispiel für den Wert der Musik und deren Tiefe. Es trägt die wunderbare Nachricht der Hoffnung, des inneren Gefühls und ist, technisch gesehen, wunderschön, gut geschrieben und hat eine große innere Tiefe. Wir alle sollten dieses Werk hören um in unserem Leben schönere Augenblicke zu geniessen, um uns inspirieren zu lassen. In der Tat ein großes Werk“.

Ein anderer großer Erfolg des Komponisten ist die CD mit dem Oratorium, O Mistério de Deus revelado - Das Mysterium Gottes ist offenbart, dessen Verkaufszahlen die 500.000 Grenze überschritten haben und auch hierfür eine Platin Schallplatte verliehen bekam. Das Werk beinhaltet Passagen für Chor und Grosses Orchester und führt neue Aspekte ein, indem die traditionellen Rezitale durch Erzählungen von Passagen aus dem Evangelium und der Offenbarung Jesu ersetzt werden, abwechselnd mit dem Chorgesang.

Der Dirigent, Vanderlei Pereira, zuständig für die Orchestrierung des Oratoriums, bestätigt dass das Werk von universellem Verständnis sei und gerade für den Hörer, der die Gegenwart einer höheren Energie durch diese Musik verspüren will. Und er fasste zusammen: „Die CD ist hervorragend. Es lohnt sich, sich selbst davon zu überzeugen!“

Einer der ersten Erfolge Paiva Nettos erschien Anfang der Achtziger Jahre, als er zu Ehren der Bevölkerung von Bahia, Negrada – Jesus, o Grande Libertador – Jesus der Grosse Befreier herausbrachte und 100.000 Exemplare davon verkaufen konnte – eine einmalige Leistung innerhalb der klassischen Konzertmusik in Brasilien. Am 30. April 1983, unter der Schirmherrschaft der LGW- Kultur, fand im Stadttheater von Rio de Janeiro das III. Konzert der LGW der Klassischen Musik statt, unter der Regentschaft des bekannten Dirigenten Isaac Karabtchevsky. Das prachtvolle Kulturhaus in Rio de Janeiro war vollständig ausverkauft.

Karabtchevsky meinte, als er sich mit der Partitur der Negrada – Jesus o Grande Libertador vertraut machte: „Die Komposition hat mich nicht nur wegen seines rhythmischen Charakters überrascht; sondern gleichzeitig auch auf Grund seines markanten Kontrastes zwischen Rhythmus und Melodie. Es ist ein tatsächlich inspirierendes Werk. Wir versuchen die Sprache Paiva Nettos in die eines Großen Symphonischen Orchesters zu übersetzen und ich bin mir sicher, dies wird eine sehr vollständige Fassung der Grundideen Josés werden. Ich bin mir sicher, dass er mit diesem Werk zufrieden sein wird, so wie wir uns begeistert haben an der Art und Weise mit der er es geschafft hat all seine Sensibilität in Musik umzusetzen.“

Nach dem Konzert traf sich Paiva Netto mit dem weltberühmten Dirigenten, der die Möglichkeit beim Schopfe nahm und ihn, sich noch auf die Negrada beziehend ein Genie nannte. Woraufhin Paiva Netto ihm lächelnd antwortete: „Wie sagte doch der alte Villa-Lobos, dessen absoluter Fan ich bin: Genial nicht, aber dafür gallig“ (Gelächter).

Die Melodien von Paiva Netto heben sich durch ihren ökumenischen Inhalt hervor; ihre einfache und doch originelle Art, geistliche Themen anzusprechen und sie sowohl auf klassische als auch auf volkstümliche Weise darzubringen. Dies hört man auf den CDs Sinfonia Apocalipse, der Offenbarungs-Symphonie, in Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Almeida Prado) und Suíte Aquarius – A Dança dos Mundos, - Der Tanz der Welten, der uns in eine Epoche einlädt, in der alle Völker und Rassen friedlich und ohne Vorurteile zusammenleben können - unter der solidarischen Erleuchtung Christi.

Diese beiden Symphoniestücke wurden in der Heimat von Pancho Vladiguerov aufgenommen; ersteres interpretiert vom Orchester und Chor des bulgarischen National Rundfunks und das zweite vom Sofia Chamber Players Orchestra.

Die Kompositionen des Leiters der LGW wurden von renommierten Dirigenten, Komponisten und Musikkritikern gelobt, wie z. B. von Dorival Caymmi, Ricardo Cravo Albin, Francisco Mignone, Isaac Karabtchevsky, Ricardo Averbach, José do Espírito Santo, Hélio Rosa und dem Bulgaren Alexander Yossifov (mit dem zusammen Paiva Netto ein Konzert für Piano und Orchester komponierte).